Unternehmensgruppe Brüder Schlau strebt Sanierung in Eigenverwaltung an
Die Brüder Schlau GmbH & Co KG, ein bedeutender Akteur im Bereich Raumausstattung und Heimtextilien, hat aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Bielefeld eingereicht. Als zentrale Akteure innerhalb des Konzerns stehen die 180 Filialen der Hammer-Kette und rund 60 Schlau-Handwerkermärkte im Fokus, die gemeinsam etwa 3.900 Beschäftigte zählen.
Für die Sanierung wurde der Bielefelder Rechtsanwalt Yorck Streitbörger als Generalbevollmächtigter ernannt. Ihm zur Seite steht Dirk Andres, der die Rolle des vorläufigen Sachwalters übernommen hat. Beide sollen in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die Sanierungsmaßnahmen vorantreiben. Beruhigend für Kunden und Mitarbeiter: Der Betrieb soll nahtlos weiterlaufen, Filialschließungen seien nicht vorgesehen, und Aufträge würden weiterhin wie gewohnt bearbeitet.
Die traditionsreiche Unternehmensgruppe, deren Wurzeln bis ins Jahr 1921 zurückreichen, hat bereits ein durchdachtes Finanzierungskonzept entwickelt. Dieses soll nicht nur die aktuellen Herausforderungen meistern, sondern auch die Basis für eine nachhaltige Zukunft schaffen. Darüber hinaus sind die Gehälter der Arbeitnehmer bis einschließlich August durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert, was einen wichtigen Schutz für die Mitarbeiter in dieser herausfordernden Phase darstellt.

