Untergrundfabrik für gefälschte Zigaretten in Piacenza ausgehoben
In einer unscheinbaren Lagerhalle im Industriegebiet von Piacenza ist es der italienischen Finanzpolizei Guardia di Finanza gelungen, eine illegale Zigarettenfabrik aufzudecken. Bei der überraschenden Durchsuchung wurden beeindruckende 14 Tonnen gefälschte Zigaretten und weitere 10 Tonnen Rohtabak sichergestellt.
Die Ermittler stießen auf eine umfassend ausgestattete Produktionsstätte, die es offenbar auf groß angelegte Versorgung des Schwarzmarktes abgesehen hatte. Besonders perfide: Die Verpackungen der sichergestellten Waren wurden mit einem täuschend echt aussehenden Logo eines bekannten Zigarettenkonzerns versehen.
Diese kriminelle Unternehmung kam ohne jegliche behördliche Genehmigungen oder Steuerkennzeichnungen aus. Die Guardia di Finanza konnte feststellen, dass der Rohstoff aus Polen stammte und auf dem Landweg nach Italien gelangt war.
Im Zuge der Razzia kam es zu einer Festnahme und einer weiteren Person wurde wegen Schmuggels und Markenfälschung zur Verantwortung gezogen. In einer sich anschließenden Operation, die in Zusammenarbeit mit rumänischen Behörden durchgeführt wurde, konnten weitere 25 Tonnen gefälschter Zigaretten sichergestellt werden.
Zudem zogen die Einsatzkräfte Schusswaffen aus dem Verkehr und nahmen mehrere Mitglieder einer international operierenden kriminellen Vereinigung fest.

