Unsicherheiten im Konsumsektor belasten Aktien: Zalando im DAX Schlusslicht
Am Donnerstag geriet der Aktienkurs des Online-Händlers Zalando weiter unter Druck und verzeichnete einen Rückgang von 2,6 Prozent, womit das Unternehmen im DAX das Schlusslicht bildete. Der Leitindex gab insgesamt um 0,8 Prozent nach, beeinflusst durch die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt.
Die Zalando-Aktien notieren derzeit auf ihrem niedrigsten Stand seit November, nachdem sie Anfang Juni noch das Niveau vom Jahreswechsel erreicht hatten. Der Kursverlust im Jahr 2025 beläuft sich mittlerweile auf fast 17 Prozent. Zudem befinden sich die Aktien seit mehreren Tagen unter der 200-Tage-Linie, einem wichtigen Indikator für langfristige Trends.
Obwohl es am Donnerstag keine spezifischen Nachrichten gab, die Zalando belasteten, äußerten Analysten Sorgen über die Entwicklung des privaten Konsums in Deutschland und die daraus resultierenden Folgen für Konsumwerte. Jefferies etwa stufte den Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise aufgrund nachlassender Nachfrage zurück. Auch JPMorgan-Analystin Celine Pannuti warnte vor einem möglichen Konjunktur-Gegenwind, der die Consumer-Sparte von Beiersdorf beeinträchtigen könnte.
Neben Zalando verzeichneten weitere konsumbezogene DAX-Unternehmen Kursverluste. Symrise und Beiersdorf setzten mit Einbußen von rund einem Prozent ihren Abwärtstrend fort. Beiersdorf befindet sich auf einem Tiefstand seit Januar 2023, während Symrise auf dem niedrigsten Niveau seit Ende April notiert. Adidas, ebenfalls im Konsumsektor aktiv, fiel um 1,3 Prozent und erreichte damit den tiefsten Kurs seit Mitte April.

