Unsichere Zeiten für Sportartikel: Adidas und Puma im Fokus

Die Aktienmärkte erlebten am Freitag einen turbulenten Tag, insbesondere für die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma. Trotz der negativen Vorgaben von Nike gelang es Adidas, seine anfänglichen Verluste von zwei Prozent wettzumachen und zur Eröffnung auf ihrem Vortagesniveau von 167 Euro zu handeln. Puma erging es weniger gut, mussten sie doch zu Beginn des Handelstages einen Verlust von bis zu 3,5 Prozent hinnehmen, den sie jedoch auf ein moderateres Minus von 0,6 Prozent begrenzen konnten.
Während Adidas und Puma sich vergleichsweise gut hielten, zeigten sich bei Nike deutliche Schwächen. Die Aktien des US-Sportartikelgiganten erlebten im vorbörslichen Nasdaq-Handel einen drastischen Rückgang um zehn Prozent und sanken auf 58,96 US-Dollar. Dies markiert den tiefsten Stand seit Mai, wobei das aktuelle Jahrestief im April bei 52,28 US-Dollar lag.
Obwohl Nike im zweiten Geschäftsquartal bessere Erlöse als erwartet vermeldete, reichte dies nicht aus, um die Anleger zufriedenzustellen. Experten monierten, dass das Management keine überzeugenden Signale für ein Umsatzwachstum oder eine Verbesserung der Bruttomarge im dritten Quartal geben konnte. Die Herausforderungen in China und Schwierigkeiten mit der Marke Converse machen dem Konzern zusätzlich zu schaffen.
Adidas hingegen profitiert von der relativen Schwäche Nikes. Der deutsche Hersteller wird von Analysten für seine dynamische Wachstumsstrategie und eine bessere Umsatzqualität gelobt. Die Ergebnisse von Nike unterstreichen laut Experten die überlegene Markendynamik von Adidas, was potenziell weiteres Marktanteilswachstum zulasten des US-Rivalen verspricht.

