Unit4: ERP-Prognosen für 2026
Das kommende Jahr wird geprägt sein von KI-Agenten, multimodale ERP-Systemen, neue Daten- und KI-Rollen sowie steigende Anforderungen an die Datenhoheit

11. Dezember 2025, 14:31 Uhr · Quelle: Pressebox
Unit4: ERP-Prognosen für 2026
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Die ERP-Prognosen von Unit4, abgegeben von: o.l.: Michael Lengenfelder, Global Solutions Architect FP&A bei Unit4; o.r.: Claus Jepsen, Chief Technology Officer bei Unit4; m.l.: Rafael Artacho, Director AI Product Incubation, Unit4; m.r.: Bryce Wolf, D
Welche KI-Trends werden ERP im Jahr 2026 revolutionieren? Unit4 prognostiziert Veränderungen in Workflows und digitaler Transformation für Unternehmen.

München, 11.12.2025 (PresseBox) - Was bringt das Jahr 2026 im Bereich ERP? Die sieben wichtigsten Prognosen und ERP-Trends für das kommende Jahr hat Unit4, einen weltweit führenden Anbieter von cloudbasierten Unternehmensanwendungen für kunden- und mitarbeiterorientierte Organisationen, zusammengestellt. Dabei haben verschiedene erfahrene Manager des Unternehmens ihre Prognose abgegeben:

1. Wo sehen Sie 2026 den größten Mehrwert von KI für Finanzteams?

Michael Lengenfelder, Global Solutions Architect FP&A, Unit4:

„Dies ist ein wichtiges Thema für Finanzteams. Das Potenzial der KI zur Rationalisierung sich wiederholender Aufgaben wie Kontenabstimmung und solcher mit einem definierten, engen Fokus, wie beispielsweise das Training für Prognosen, sorgt natürlich für Begeisterung. Wir sehen auch erste Anwendungsfälle auf der GenAI-Seite im Bereich Storytelling, wo Benutzer mit einem KI-Agenten als Hilfefunktion interagieren können. Wenn Sie beispielsweise ein Problem mit einer Formel haben, könnten Sie mit einem Agenten chatten, der Ihr FP&A-System abfragt, um das Problem zu identifizieren. Ähnlich verhält es sich in der Finanzabteilung, wo es einen großartigen Anwendungsfall für die Rechnungserkennung gibt, bei dem eingehende Rechnungen den richtigen Konten zugeordnet werden müssen. Dies ist etwas, das Sie einem KI-System beibringen könnten.“

2. Wie wird KI die ERP-Workflows und Entscheidungsprozesse im Jahr 2026 verändern?

Claus Jepsen, Chief Technology Officer, Unit4:

Da KI immer stärker in ERP integriert wird, nähern wir uns dem Konzept des komponierbaren ERP. Es ist möglich, die LLMs für die Orchestrierung der Interaktion des Benutzers mit einer Anwendung zu verwenden, sodass Sie die Daten abstrahieren und die direkte Verbindung zur Anwendung überflüssig machen können. Die Gefahr für ERP-Anbieter besteht darin, dass die Anwendung an Attraktivität verliert. Daher wird es entscheidend sein, zu zeigen, wie Sie Intelligenz rund um die Anwendung aufbauen, um Ihre Wettbewerbsdifferenzierung zu stärken. Das bedeutet, Metadaten zu verwenden, um einen ausreichenden Kontext bereitzustellen, damit das LLM eine genauere und aussagekräftigere Antwort liefert. Dann beginnt das ERP, sich zu einem System der Schlussfolgerung zu entwickeln, das Informationen aus allen Kerngeschäftsprozessen einbezieht und diese mit kundenbezogenen Daten und externen Informationsquellen kombiniert, um den Mitarbeitenden dynamische Einblicke und Analysen der Geschäftsleistung zu liefern.

3. Welche Durchbrüche in der KI (in den Bereichen Argumentation, Autonomie oder Multimodalität) werden die Geschäftsabläufe im Jahr 2026 am ehesten verändern?

Rafael Artacho, Director AI Product Incubation, Unit4:

„Die Schlussfolgerungsfähigkeiten der KI verbessern sich rasant. Bis 2026 werden wir Schlussfolgerungssysteme sehen, die komplexe Szenarien analysieren und Maßnahmen empfehlen können. Zum Beispiel die Überprüfung von Finanzdaten, das Erkennen von Risiken und die Simulation verschiedener Ergebnisse, bevor Entscheidungen getroffen werden.

Dank der Fortschritte in der agentenbasierten KI werden wir auch autonome Agenten sehen, die End-to-End-Workflows verwalten. Stellen Sie sich einen KI-Agenten vor, der bei einem neuen Projekt Arbeitsaufträge erstellen, Aufgaben zuweisen, Teammitglieder benachrichtigen und sogar Stundenzettel vorbereiten kann. Gartner schätzt, dass bis 2026 40 % der Unternehmensanwendungen eingebettete, aufgabenspezifische KI-Agenten enthalten werden (gegenüber weniger als 5 % im Jahr 2025). Durch diese Veränderung können sich die Mitarbeitenden auf höherwertige Aufgaben konzentrieren, unterstützt durch eine starke Governance und menschliche Aufsicht.

Multimodale KI wird auch ERP-Systeme verändern. Die Fähigkeit, Texte, Bilder und Dokumente zu verstehen und miteinander zu verknüpfen, wird die Automatisierung kontextbewusster machen. Aufgaben, die früher einer menschlichen Überprüfung bedurften, wie die Validierung von Rechnungen, die Bearbeitung umfangreicher Verträge oder das Lesen von Bestellungen, werden zunehmend von KI übernommen werden.

4. Was wird 2026 die größte Herausforderung für CFOs sein?

Michael Lengenfelder, Global Solutions Architect FP&A, Unit4:

„Auf CFOs lastet ein großer Druck, KI einzusetzen, aber der Prozess der Technologieeinführung verläuft rückwärts. Normalerweise haben CFOs ein Problem und suchen dann nach einer Lösung. Mit KI verfügen CFOs über die Technologie und suchen daher verzweifelt nach dem richtigen Anwendungsfall. Die Herausforderung besteht darin, dass CFOs sich noch in einer Lernphase befinden, was die Technologie und die damit verbundenen Kosten angeht, da sich diese täglich weiterentwickeln. Dies macht es schwieriger, den Wert für ein Unternehmen zu beziffern. Derzeit arbeiten wir noch an dem Verbrauchsmodell, und die Kosten für den Aufbau der Backend-Systeme – Schulung, Lernen, Energie – ändern sich ständig.“

5. Wie können öffentliche Einrichtungen die digitale Transformation beschleunigen, ohne wichtige Dienstleistungen zu beeinträchtigen?

Mark Gibbison, AVP Global Public Sector, Unit4

„Man sollte nicht versuchen, das Unmögliche zu erreichen. Zunächst sollte sich auf ein Pilotprojekt konzentriert werden, bei dem gute Chancen bestehen, einen unmittelbaren Mehrwert für zu erzielen. Das bedeutet auch, dass das Risiko kontrollierbar ist. Ein guter Ausgangspunkt, insbesondere wenn der Einsatz von KI-Tools getestet werden soll, sind manuelle Prozesse mit hoher Intensität. Dabei muss jedoch sichergestellt sein, dass mit den richtigen, qualitativ hochwertigen Daten gearbeitet wird.

Die Integration zwischen Datenquellen ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Daher müssen öffentliche Einrichtungen sicherstellen, dass sie über die richtigen APIs verfügen, um Daten aus verschiedenen Anwendungen extrahieren und ein ganzheitliches Bild einer Organisation erstellen zu können. Dies ist entscheidend, wenn die Entscheidungsfindung automatisiert werden soll.“

6. Welche neuen Rollen oder Strukturen werden sich 2026 in Dienstleistungs-Teams herausbilden, um den Einsatz von Technologie, Daten und KI zu verwalten?

Bryce Wolf, Director Strategic Growth Professional Services, Unit4

„Ich gehe davon aus, dass wir bald neue hybride Rollen wie AI Practice Leads und Data Strategy Partners sehen werden, die als Brücke zwischen Kundenbetreuung und Technologie dienen und gleichzeitig sicherstellen, dass KI einen echten geschäftlichen Mehrwert schafft. Diese Positionen erfordern ein hohes Maß an technischem Selbstvertrauen in Bezug auf KI, aber die Personen, die sie bekleiden, müssen auch ein solides Verständnis für die menschlichen Auswirkungen der Einführung dieser Technologie haben. KI verändert und definiert viele Aspekte der Arbeit und des Büroalltags neu. Daher benötigen die Führungskräfte ein hohes Maß an Empathie und kritischem Denkvermögen, um Unternehmen durch den Wandel zu steuern.“

7. Was wird 2026 die größte Entwicklung in der Welt der ERP-Systeme sein, die nicht mit KI zu tun hat?

Claus Jepsen, Chief Technology Officer, Unit4

„Die Datenhoheit wird im nächsten Jahr zunehmend an Bedeutung gewinnen, und wir werden wahrscheinlich erleben, dass Kunden ihre Daten aus mehreren Gründen näher an ihren Standort bringen wollen. Erstens könnte es zu Schwankungen bei den KI-Anbietern kommen, je nachdem, wie der Markt auf ihre Fortschritte reagiert, sodass Unternehmen ihr Engagement bei US-amerikanischen Infrastrukturanbietern reduzieren wollen. Zweitens wird die uneinheitliche KI-Regulierung weltweit dazu führen, dass Kundendaten näher an der Quelle gespeichert werden müssen, um sicherzustellen, dass die IT-Systeme den einschlägigen lokalen Rechtsvorschriften entsprechen. Dies erfordert mehr Cloud-Mobilität, damit Kunden Daten nach Bedarf verschieben können, und sie werden genauer darauf achten, wie SaaS-Anbieter sie dabei unterstützen, diese Datenportabilität zu ermöglichen.“

Software / ERP / KI / Prognosen / Digitale Transformation
[pressebox.de] · 11.12.2025 · 14:31 Uhr
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