Union Pacific und Norfolk Southern auf Kurs für historische Fusion im Eisenbahnsektor
Der Vorstandsvorsitzende von Union Pacific, Jim Vena, äußerte diese Woche sein Vertrauen in die bevorstehende Genehmigung der Fusion mit Norfolk Southern durch die US-Behörden. Mit dieser Transaktion strebt Union Pacific die Übernahme des kleineren Konkurrenten für insgesamt 85 Milliarden Dollar an. Bei Zustimmung würde die Fusion den ersten transkontinentalen Frachttransporter der USA schaffen.
Auf einer Konferenz von Morgan Stanley betonte Vena, dass hochrangige Regierungsvertreter das Vorhaben als 'Gewinn für das Land' bezeichnen. „Bin ich der Meinung, dass wir die Genehmigung erhalten werden? Die Antwort ist ja“, bekräftigte Vena optimistisch.
Der Zusammenschluss unterliegt derzeit der intensiven Prüfung durch das Surface Transportation Board, welches bereits am 30. Juli 2025 über die Absichtsbekundung informiert wurde. Die Unternehmen planen, ihre formelle Bewerbung bis Ende Januar sowie einen Abschluss der Fusion Anfang 2027 anzustreben.
Unlängst hatte das Weiße Haus im Zuge von Entlassungen unabhängiger Agenturen und Kommissionen unter der Ägide von Präsident Donald Trump, Robert Primus, ein Mitglied des STB, entlassen.
Union Pacific hat in einem behördlichen Schreiben bekannt gegeben, mit Fusionskosten in Höhe von 50 Millionen Dollar zu rechnen und Aktienrückkäufe bis zur Genehmigung auszusetzen. Trotz allem bleibt die Vorfreude auf die potenziellen Möglichkeiten der zusammengeführten Operation, insbesondere aufgrund der Stärkung der Servicekapazitäten entlang der Westküste, ungebrochen.

