Ungewisse Zukunft im Nahen Osten: Streit um Waffenruhe zwischen Hamas und Israel
Die Verhandlungen über eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas gestalten sich weiterhin schwierig. US-Präsident Donald Trump äußerte die Hoffnung, dass in der kommenden Woche ein Durchbruch gelingen könnte, nachdem bisherige Fristen ohne Erfolg verstrichen sind. Neben den USA versuchen Katar und Ägypten, die Gespräche zwischen den beiden Parteien zu moderieren.
Delegationen von Israel und der Hamas sind in Doha, um eine 60-tägige Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln zu erörtern. Doch die Stimmung unter den Verhandlungsparteien hat sich in den letzten Tagen von Optimismus zu einer vorsichtigen Zurückhaltung gewandelt. Ein Hauptstreitpunkt bleibt der Umfang eines möglichen israelischen Truppenabzugs aus dem Gazastreifen während der angestrebten Feuerpause.
Bemühungen, humanitäre Lösungen zu unterstützen, stoßen ebenfalls auf Kontroversen. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz kündigte Pläne zur Errichtung einer 'humanitären Stadt' für vertriebene Palästinenser an – ein Vorhaben, das einige Kritiker als problematisch ansehen. Die Hamas lehnt eine langfristige Anwesenheit israelischer Truppen auf solchem Gebiet strikt ab.
Der Gazastreifen steht zudem vor enormen Versorgungsproblemen. Mehrere Gemeinden mussten aufgrund von Treibstoffknappheit viele öffentliche Dienstleistungen einstellen – eine Folge der von Israel verhängten Importbeschränkungen. UN-Organisationen warnen vor einem drohenden Kollaps der humanitären Hilfe, was die Gesundheitsversorgung und den Zugang zu sauberem Wasser gefährden könnte.
Seit Beginn des Konflikts im Oktober hat der Gazastreifen eine verheerende Zahl von Opfern zu verzeichnen. Laut Berichten der von der Hamas geführten Gesundheitsbehörden sind über 58.000 Menschen getötet worden. Diese Statistik, die zwischen Zivilisten und Kämpfern nicht differenziert, unterstreicht die Dringlichkeit der laufenden Verhandlungen.

