Ungewisse Zukunft für Meyer Burgers deutsche Standorte: Experten prüfen Insolvenzursachen
Nach dem Insolvenzantrag der deutschen Tochtergesellschaften des Solarmodulherstellers Meyer Burger hat das Amtsgericht Chemnitz Fachleute zur Beurteilung der Situation berufen. Die Flöther & Wissing Insolvenzverwaltung ist mit der Erstellung eines Gutachtens zur Klärung der Insolvenzursachen beauftragt worden, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Entscheidung über die vorläufige Verwaltung der Insolvenz soll in Kürze getroffen werden.
Insgesamt sind über 600 Arbeitnehmer in den sächsischen und sachsen-anhaltischen Standorten Hohenstein-Ernstthal und Bitterfeld-Wolfen betroffen. Meyer Burger, dessen Hauptsitz in der Schweiz liegt, hatte kürzlich bekannt gegeben, dass die bisherigen Sanierungsversuche zur Rettung der deutschen Niederlassungen gescheitert sind. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Fertigung von Solarmodulen in Freiberg eingestellt.
Die IG Metall hat sich zusammen mit dem Betriebsrat klar positioniert, um die Interessen der Belegschaft zu vertreten. „Das Insolvenzverfahren kam für uns zu diesem Zeitpunkt überraschend“, äußerte sich Ingo Hanemann, der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Chemnitz. „Es ist entscheidend, dass Deutschland auch weiterhin ein Zentrum für die Entwicklung und Produktion von Solarprodukten bleibt.“

