Unerwarteter Rückgang bei US-Einkommen: Marktüberraschungen und Stabilität der Preisindikatoren
Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten haben für Überraschung gesorgt: Die Einkommen der privaten Haushalte erlitten im Mai einen unerwarteten Rückgang von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Handelsministerium bekanntgab. Marktanalysten hatten ursprünglich mit einem moderaten Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Auch die Konsumausgaben enttäuschten mit einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent anstelle des prognostizierten Anstiegs um 0,1 Prozent.
Trotz dieser enttäuschenden Zahlen blieb der PCE-Deflator, ein zentraler Indikator für die Preisentwicklung, stabil und stieg im Einklang mit den Prognosen um 2,3 Prozent im Jahresvergleich. Damit setzte er den revidierten Anstieg von 2,2 Prozent aus dem Vormonat fort. Die Kernrate, die volatilere Preise für Energie und Nahrungsmittel ausklammert, erhöhte sich von revidierten 2,6 auf 2,7 Prozent und lag damit leicht über den Erwartungen der Volkswirte.
Der PCE-Index bleibt das bevorzugte Maß der US-Notenbank Federal Reserve zur Inflationsbewertung, die eine Zielrate von zwei Prozent anstrebt. In der jüngsten geldpolitischen Entscheidung hielt die Fed ihre Leitzinsen konstant, trotz wiederholter Aufforderungen von Präsident Donald Trump, Zinssenkungen vorzunehmen, um das Wachstum zu stimulieren.

