Unerwartete Entspannung: Erzeugerpreise in den USA schwächer als prognostiziert
In den Vereinigten Staaten flaut der Preisanstieg auf Erzeugerebene deutlicher ab, als von Experten vorhergesagt. Laut Angaben des US-Arbeitsministeriums verzeichneten die von Herstellern geforderten Preise im Juni einen Zuwachs von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies stellt eine merkliche Abschwächung gegenüber dem revidierten Mai-Wert von 2,7 Prozent dar. Ursprünglich waren Analysten von einem geringeren Rückgang auf 2,5 Prozent ausgegangen.
Auch die Kernrate, bei der Volatilitäten durch Energie- und Lebensmittelpreise unberücksichtigt bleiben, verzeichnete einen stärker als erhofft ausfallenden Rückgang. Hier zeigte sich ein Minus von 0,6 Prozentpunkten auf 2,6 Prozent, während die Expertenprognosen bei 2,7 Prozent lagen. Auf Monatssicht blieben die Erzeugerpreise unverändert, entgegen der Annahmen eines Anstiegs um 0,2 Prozent.
Ein ähnliches Bild boten die Kernverbraucherpreise, die ebenfalls auf demselben Niveau verharrten. Die Preisbewegung bei Erzeugern hat einen weitreichenden Einfluss auf die Verbraucherpreise, die als maßgeblicher Faktor für die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve dienen. In diesem Kontext rückte die Inflationsrate für den Juni auf 2,7 Prozent vor.
Besonders in Anbetracht der aktuellen US-Zollpolitik bleibt die Entwicklung der Preise ein zentrales Thema der wirtschaftlichen Debatte.

