Unerklärliche Drohnenaktivitäten über belgischer Militärbasis: Ermittlungen laufen
Über der belgischen Nato-Militärbasis Kleine-Brogel sorgten mehrfach gesichtete Drohnen für Aufsehen und geben den Behörden Rätsel auf. Am Sonntagabend erfassten Militär und Polizei gleich vier Drohnen, die nach einer Verfolgung durch einen Polizeihubschrauber in Richtung der Niederlande verschwanden, wie der örtliche Bürgermeister Steven Matheï gegenüber der Nachrichtenagentur Belga mitteilte. Bereits in der Nacht zuvor hatten größere Drohnen den Stützpunkt umkreist und zielgerichtet in den Fokus genommen, berichtet der Verteidigungsminister Belgiens, Theo Francken.
Trotz des Einsatzes eines Störsenders blieb der Erfolg aus, und auch eine begonnene Verfolgung durch Hubschrauber und Polizeifahrzeuge endete erfolglos im Dunkel der Nacht. Die Behörden befinden sich in intensiven Ermittlungen und planen, sich kommende Woche zu einem Treffen mit der Polizei zusammenzufinden, um die Drohnenpiloten zu identifizieren und weitere Sicherheitsmaßnahmen zu erörtern.
Die Nato verweist dabei gelassen auf die belgischen Behörden. Das Timing sorgt zusätzlich für Nervosität: Der Luftwaffenstützpunkt im flämischen Kleine-Brogel ist seit Kurzem Teil des jährlichen Nato-Manövers zur Atomverteidigung. Gerüchten zufolge könnten hier auch US-Atomwaffen lagern. Zudem wurden auch über dem Flughafen Antwerpen Drohnen gesichtet, was Anlass zu weiterer Sorge gibt.

