Ukraine setzt auf eigene Waffenproduktion – Gesprächsbedarf mit den USA gering
In einem bemerkenswerten Vorstoß zur Eigenständigkeit betont der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die Ukraine im aktuellen Konflikt auf ihre heimische Rüstungsproduktion setzt. Während einer Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney erklärte Selenskyj, dass derzeit keine Diskussionen über den Einsatz amerikanischer Langstreckenwaffen gegen Russland geführt werden. Der Präsident stellte klar, dass Kiew mittlerweile auf im Inland produzierte Langstreckenwaffen zurückgreife.
Laut einem Bericht des 'Wall Street Journal' blockiert das Pentagon seit Monaten die Genehmigung für den Einsatz von in den USA hergestellten Raketen mit größerer Reichweite durch die Ukraine. Diese Raketen sollten ursprünglich auf Ziele in Russland gerichtet werden. Im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens des US-Verteidigungsministeriums wurde der Einsatz von ATACMS-Raketen seit dem Frühjahr unterbunden, wie aus Berichten von US-Beamten hervorgeht.
Unter der Regierung von Präsident Joe Biden hatten die USA der Ukraine im vorigen Jahr Angriffe auf russische Militäranlagen mit weitreichenden Waffen gestattet. In einer konträren Ansicht hatte der ehemalige Präsident Donald Trump kürzlich betont, es sei schwer, einen Krieg zu gewinnen, ohne das Gebiet des Angreifers anzugreifen.
Die Ukraine hat ihre Verteidigungsindustrie inzwischen intensiviert und stellt mit der neuen Rakete 'Flamingo' ein innovatives Modell vor, das eine Reichweite von bis zu 3.000 Kilometern verspricht. Diese Neuentwicklung könnte selbst Ziele weit jenseits des Uralgebirges in Reichweite bringen. Gegenwärtig befindet sich die Rakete jedoch noch in der Testphase, und Kiew plant, bis Ende des Jahres ein bedeutendes Arsenal davon aufzubauen.

