Ukraine plant offensive Strategien und drängt auf diplomatische Lösungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt darauf, aus der Verteidigungsposition gegen die fortlaufenden russischen Angriffe auszubrechen und aktiv in die Offensive zu gehen. In seiner jüngsten Ansprache hob Selenskyj hervor, dass der Krieg beendet werden müsse und dies durch verstärkten Druck auf Russland geschehen solle. Er betonte, dass der Kremlchef Wladimir Putin nur auf Macht und Druck reagiere. US-Präsident Donald Trump verglich diesen Ansatz mit Sport und unterstrich, dass es schwer sei, einen Krieg ohne Angriffe auf das Land des Invasors zu gewinnen. Er verwies darauf, dass eine effiziente Verteidigung alleine nicht ausreiche, um den Sieg zu erringen.
Jüngst hat die ukrainische Armee bereits Gegenangriffe in Regionen wie Sumy und Pokrowsk initiiert, wobei in Pokrowsk nach Angaben von Armeechef Olexander Syrskyj erste Erfolge erzielt wurden. Die groß angelegte Offensive im Sommer 2023 war jedoch an den robusten russischen Verteidigungslinien gescheitert.
Neben den militärischen Einsätzen betonte Selenskyj auch die Bedeutung der Diplomatie. Gespräche über Sicherheitsgarantien für die Ukraine sowie die Möglichkeit einer europäischen Truppenpräsenz nach einem Friedensschluss sind im Gange. Russland hingegen schlägt vor, dass der UN-Sicherheitsrat den Frieden garantieren soll, was von Kiew als inakzeptabel betrachtet wird. Selenskyj warf Moskau mangelndes Interesse an einem Friedensschluss vor.
Nach einem Gipfeltreffen in Alaska hatten Selenskyj, Trump und europäische Führungskräfte über den Friedensprozess beraten, während Moskau weiter ausweichend auf Vorschläge für direkte Gespräche reagierte. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas stimmt dieser Einschätzung zu, dass Russland kein Interesse an Verhandlungen habe, und betont, dass glaubwürdige Sicherheitsgarantien notwendig seien, um Frieden zu erreichen. Sie fordert, dass diese Garantien wirklich robust sein müssen und alle Parteien einbezogen werden.

