Übergewicht wird immer mehr zum weltweiten Problem

Beinahe auf der ganzen Welt gibt es mittlerweile viele Übergewichtige. Auf der Weltkarte betrachtet, könnte man die Zunahme beinahe als eigene Pandemie bezeichnen. Laut Spiegel sind rund 89 Prozent der Erwachsenen tatsächlich übergewichtig. Gründe gibt es viele, die sich gerade in einigen Ländern bewahrheiten. Dieser Artikel schaut sich die Thematik einmal an.

Übergewicht wird mehr und mehr zur einer Art Pandemie. Bildquelle: @ I Yunnai / Unsplash.com

Europa und USA besonders stark betroffen

Übergewicht bedeutet, dass ein Erwachsener einen BMI von deutlich über 25 hat, wobei ab 30 das starke Übergewicht bis hin zu Fettleibigkeit beginnt. An den konkreten Zahlen darf sich allerdings nicht festgehalten werden, da das Körperwicht auch durch Muskeln bestimmt wird. Sehr muskulöse Menschen haben oft einen höheren BMI, ohne aber übergewichtig zu sein. Zum Vergleich der Nationen oder als erster Anhaltspunkt ist der BMI dennoch ausreichend geeignet.

Gerade in Europa und in den USA ist der Anteil an Übergewichtigen besonders groß. Doch was sind die Gründe? Sie sind divers, aber oft recht simpel:

  • Wohlstand – hiermit ist nicht der individuelle Wohlstand des Einzelnen gemeint, sondern die allgemeine Verfügbarkeit von Nahrung, Transportmöglichkeiten und der Möglichkeit, körperlich eher leichte Arbeit auszuüben.
  • Alltag – grundsätzlich gilt: Es kann ausschließlich krankheitsbedingt zu Übergewicht kommen, wenn ein Mensch ständig mehr Kalorien verbraucht, als dass er sie zu sich nimmt. In der »westlichen« Welt ist der Alltag jedoch fortschreitend von sitzenden Tätigkeiten und wenig Bewegung geprägt. Morgens wird gut gefrühstückt, das Auto oder die Bahn bringen den Arbeitnehmer ins Büro, dort wird gesessen, mittags wieder gut gegessen und abends geht es zurück nach Hause, wo ebenfalls Nahrung wartet. Der Kalorienverbrauch ist bei diesem Tagesablauf nicht höher als der absolute Grundumsatz.
  • Nahrung – sie ist immer verfügbar und gerade im stressigen Alltag wird lieber zu Fastfood statt zum Salatbecher gegriffen. Dass unsere Nahrung vermehrt Zucker enthält, kommt noch hinzu.

Sowohl in Europa als auch in den USA hängt das Übergewicht jedoch auch mit den finanziellen Mitteln der Betroffenen ab. In Studien wurde erkannt, dass einkommensschwache Menschen eher zu Übergewicht neigen. Dies ist in den USA besonders deutlich, da dort frische, gesunde und zum Abnehmen geeignete Lebensmittel wesentlich teurer sind als die Großpackungen aus dem Tiefkühlregal. Doch auch in Deutschland wird häufig geglaubt, frische Mahlzeiten seien teurer als Tiefkühlkost oder Fast Food.

Auch in anderen Erdteilen gibt es Probleme

Ein besonders starkes Beispiel ist Mexiko. Die Zahl der Übergewichtigen nimmt gerade in den Städten deutlich zu. Wieder trifft Wohlstand auf Armut. Die Städte Mexikos entwickeln sich weiter, was wiederum dauerhaft mehr Lebensmittel zur Verfügung stellt. Zugleich geht die Schere zwischen Arm und Reich auseinander und ärmere Menschen greifen zu den einfachen, doch kalorienreichen Lebensmitteln.

Mexiko ist jedoch nicht allein:

  • Australien - 64,5 Prozent der Erwachsenen sind übergewichtig. In Neuseeland sind es noch ein Prozent mehr.
  • Arabische Länder - Saudi-Arabien, Ägypten, Libyen, Algerien und der Iran sind alle mit weit über 60 Prozent dabei.

Positiv sieht es größtenteils noch im asiatischen Raum aus. Durchschnittlich liegt der Prozentanteil Übergewichtiger hier unter 40 Prozent. Dasselbe gilt für den afrikanischen Raum, wobei Namibia und Südafrika über vierzig Prozent liegen.

Was hilft gegen Übergewicht?

Vorab: Die folgenden Ratschläge richten sich nicht an Menschen mit krankhaftem und gesundheitsbedingtem Übergewicht. Zugleich sollten alle Personen, die deutlich übergewichtig sind, vor drastischen Veränderungen erst einem Arzt vorstellen.

In der Regel bedingt sich Übergewicht aus einer Kette an Einzelheiten. Es werden zu viele Kalorien aufgenommen, die hingegen durch zu wenig Bewegung nicht verbraucht werden, sodass der Körper den Überschuss einlagert. »Weniger essen, mehr Sport« ist daher die absolute Maßgabe, die, auch wenn es schwerfällt, zu Erfolgen führt. Generell gilt:

  • Ernährung – niemand, der abnehmen möchte, muss hungern. Doch kalorien- und fettarme Speisen, der Verzicht auf Zucker und die abwechslungsreiche Ernährung sind das A und O. Kalorienarme Gerichte sind oft recht leicht und schnell zubereitet und machen auch über eine lange Zeit satt.
  • Sport – es gilt: umso höher das Gewicht, desto langsamer der Beginn. Stark Übergewichtige profitieren schon aus kleinen Spazierrunden, die mit der Zeit ausgedehnt werden. Joggen oder sämtliche Sportarten, die die Knie und Fußgelenke belasten, sind weniger ratsam. Bei leichtem Übergewicht sind Laufsportarten natürlich durchaus möglich. Es muss nur immer langsam begonnen werden.
  • Hilfsmittel – es gibt einige Hilfsmittel, die beim Abnehmen unterstützen. Grundsätzlich sollte hier aber genau hingeschaut werden. Während die Protein- und Abnehm-Shakes einfach eine Mahlzeit ersetzen können, gibt es auch Präparate in Kapselform, die wahlweise ein Sättigungsgefühl verursachen oder auch den Stoffwechsel ankurbeln. Hier sollte vorher jedoch immer ein Arzt konsultiert werden, um am Ende die richtige Wahl zu treffen.

Zugleich gibt es die Möglichkeit der Magen-OP. Diese Option steht allerdings nur bei starkem Übergewicht zur Verfügung, da sie sonst nicht von den Kassen bezahlt wird. Und auch bei einer Magen-OP ist es notwendig, das Essverhalten schon im Vorfeld massiv umzustellen und abzunehmen. Bei einem zu hohen Körpergewicht steigen die Risiken einer OP, weshalb die Kliniken im Regelfall vorab eine Gewichtsreduzierung erwarten. Die veränderte Ernährung ist jedoch auch für die Zeit nach der OP wichtig. Da der Magen verkleinert wird, fasst er keine normalen Portionen mehr. Zudem kann es gut sein, dass der Magen keine fettigen Speisen mehr verträgt.

Eine ausgewogene Ernährung stellt einen wichtigen Schritt zur Gewichtsnormalisierung dar. Bildquelle: @ Brooke Lark / Unsplash.com

Fazit – Übergewicht ist ein ernsthaftes Problem

Dass Übergewicht gesundheitliche Risiken birgt, ist durchweg bekannt. Dennoch werden die ›paar Pfunde zuviel‹ in der Gesellschaft und Medienlandschaft zu häufig fortgelächelt. Wie jedoch viele Menschen von sich selbst wissen, haben ein paar Pfunde die Neigung, sich ganz schnell zu verdoppeln. Dabei belastet jedes Kilo zu viel die Gelenke und das Herz-Kreislauf-System. Trotz der Übergewichtpandemie ist es für den Einzelnen natürlich möglich, das eigene Gewicht zu reduzieren. Gesunde, abwechslungsreiche und kalorienarme Speisen helfen massiv, wer sich dann noch mehr bewegt und den Kalorienverbrauch anregt, der verliert automatisch die Pfunde. Sicherlich nicht über Nacht und auch nicht binnen eines Monats. Mit der Zeit zeigt die Waage aber garantiert Erfolge.

Lifestyle / Gesundheit / Übergewicht
04.05.2021 · 14:22 Uhr
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