Über den Wolken: Bundeswehr unterstützt humanitäre Luftbrücke für Gazastreifen
Die Bundeswehr hat erneut lebenswichtige Hilfsgüter über dem Gazastreifen abgesetzt. Eine Transportmaschine des Typs A400M transportierte 22 Paletten voller Nahrungsmittel und medizinischer Ausrüstung mit einem Gesamtgewicht von 9,6 Tonnen. Der Flug begann auf jordanischem Territorium, wie ein Sprecher der Luftwaffe bestätigte.
Die Fortsetzung dieser Hilfsflüge ist, vorbehaltlich der Bedingungen, für Sonntag geplant. Die prekäre Situation im Gazastreifen rückt zunehmend in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Die Region steht laut UN-Angaben kurz vor einer Hungersnot.
Die israelische Blockadepolitik, die der Druckausübung auf die Hamas dient, hatte monatelang den Zugang zu dringend benötigten Hilfslieferungen blockiert. Inzwischen lässt Israel jedoch mehr Lieferungen über den Landweg zu und unterstützt auch die Luftbrücke mit Hilfe seiner Verbündeten. An der humanitären Mission beteiligen sich neben Deutschland auch Frankreich, Ägypten, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Am vergangenen Samstag konnten insgesamt 90 Paletten über der krisengebeutelten Region abgeworfen werden. Internationale Hilfsorganisationen sehen die Lieferungen aus der Luft allerdings kritisch. Sie weisen darauf hin, dass diese Art der Verteilung aufgrund der geringen Menge ineffizient und kostenintensiv sein kann.
Zudem besteht in dicht besiedelten Gebieten das Risiko, dass herabfallende Paletten Menschen schädigen könnten.

