Trumps Dritte Amtszeit: Verfassungsrealität versus Wunschdenken
In den jüngsten Debatten rund um die US-Präsidentschaft hat Donald Trump klargestellt, dass eine dritte Amtszeit für ihn verfassungsrechtlich ausgeschlossen ist. Während einer Reise durch Asien beantwortete Trump Medienanfragen mit dem Hinweis, dass die gesetzliche Lage deutlich sei und eine dritte Amtszeit nicht zulasse. Der Republikaner äußerte Bedauern über diese Einschränkung, machte jedoch deutlich, dass die verfassungsmäßigen Regelungen nach gründlichem Studium eindeutig seien.
Die US-Verfassung limitiert die Amtszeiten eines Präsidenten auf maximal zwei. Trotz dieser klaren Regelung haben einige Unterstützer Trumps zuletzt Pläne für eine dritte Amtszeit ins Gespräch gebracht.
Trump selbst hegt offenbar Interesse an einer dritten Präsidentschaft, was er jüngst erneut andeutete. Der 79 Jahre alte Politiker spielt schon seit Längerem mit dieser Idee, möglicherweise um zu polarisieren und die öffentliche Diskussion für seine Zwecke zu nutzen.
Im Handel sind bereits Mützen mit der Aufschrift 'Trump 2028' erhältlich, die bei einigen seiner Anhänger Anerkennung finden. Diese suggerieren eine erneute Kandidatur Trumps im Jahr 2028.
Dennoch ist der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, skeptisch. Auch er hat das Thema mit Trump besprochen und sieht keine praktikable Möglichkeit für eine weitere Kandidatur im Jahr 2028, da der 22. Verfassungszusatz eine mehr als zweimalige Wahl verhindert.
Eine Verfassungsänderung, um Trumps Wunsch Realität werden zu lassen, wäre mit enormen Hürden verbunden. Sie bedürfte nicht nur einer bedeutenden Mehrheit im Kongress, sondern auch der Zustimmung von drei Vierteln der Bundesstaaten, ein Prozess, der schätzungsweise ein Jahrzehnt dauern könnte.

