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Trumps brutaler Plan degradiert Deutschland endgültig zum Vasallen

03. März 2026, 10:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Trumps brutaler Plan degradiert Deutschland endgültig zum Vasallen
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US-Zölle, Rohstoff-Raub und Krieg: Die Analyse zum Merz-Besuch bei Trump. Warum Deutschland jetzt der Abstieg zum Juniorpartner droht.
Während US-Bomber Teheran in Schutt und Asche legen, steht Kanzler Merz im Weißen Haus vor einem Scherbenhaufen. Zölle, Rohstoff-Raub und ein vergessener Krieg: Die Analyse einer Kapitulation.

Es ist eine Szene, die symptomatisch für das deutsch-amerikanische Verhältnis im Jahr 2026 steht: Kanzler Friedrich Merz ist zu Gast im Weißen Haus, doch die Agenda bestimmt allein der Hausherr. Ursprünglich wollte Merz über die Ukraine, faire Zölle und Rohstoffsicherheit verhandeln. Doch die Realität hat diese Pläne pulverisiert. Donald Trump hat – im Verbund mit Israel – in der Nacht zum Samstag die massivste Militärkampagne gegen den Iran seit dem Irak-Krieg gestartet.

Die deutsche Delegation findet sich nun in der Rolle des Zuschauers wieder. Während Berlin noch über Völkerrecht debattiert, schafft Washington militärische Fakten. Die Nervosität ist greifbar, denn Trump ist ein Instinktpolitiker, der sich nicht zügelt. Ist der Kredit bei ihm einmal verspielt, lässt er sich kaum korrigieren.

Die militärische Eskalation im Nahen Osten entlarvt die deutsche Machtlosigkeit

Für Friedrich Merz ist die Situation ein diplomatischer Albtraum. Er muss lavieren zwischen stiller Beeindruckung über die US-Stärke und zarter Distanzierung aufgrund der völkerrechtlichen Verstöße. Bereits im Vorfeld des Angriffs auf iranische Atombombenfabriken hatte Merz intern eine drastische Vokabel für das Vorgehen der Israelis gewählt.

„Drecksarbeit“

So bezeichnete der Kanzler den Militäreinsatz – eine Formulierung, die zeigt, wie sehr das Völkerrecht in dieser neuen Ära der Großmachtpolitik zur Makulatur verkommen ist. Nun nennt Merz das massive Bombardement öffentlich ein „Dilemma“. Deutschland und Europa wären militärisch gar nicht in der Lage, diese Aktionen durchzuführen, selbst wenn der politische Wille vorhanden wäre.

Merz weiß: Völkerrechtliche Belehrungen bewirken in Washington nichts. Appelle und Sanktionspakete haben über Jahre wenig gegen das Mullah-Regime ausgerichtet, weil der Westen nicht bereit war, Interessen militärisch durchzusetzen. Trump holt dies nun nach – ohne Rücksicht auf Berliner Befindlichkeiten.

Ein neuer Zoll-Hammer der USA bedroht die Existenz der deutschen Exportindustrie

Parallel zum Krieg im Nahen Osten eröffnet Trump eine zweite Front: den Handelskrieg. Der US-Präsident ignoriert demonstrativ die Versuche des Kanzlers, ihm globale Wirtschaftsbeziehungen mittels des BMW-Werks in Spartanburg als „Win-Win“ zu verkaufen. Die Logik, dass deutsche Marken auch US-Arbeiter ernähren, verfängt beim „Tariff Man“ nicht.

Die juristische Realität ist chaotisch. Kaum hatte der Supreme Court Trumps Zölle vom „Liberation Day“ kassiert, legte dieser nach: Zehn Prozent, bald wohl 15 Prozent, auf neuer Rechtsgrundlage. Unternehmen kämpfen mit Rechtsunsicherheit und bereiten Klagen vor, doch Trump macht keinerlei Anstalten, von seinem Lieblingswerkzeug zu lassen.

„Wer in der Welt der Meinung ist, mit Zöllen gegen Europa Politik machen zu müssen, der muss wissen – und er weiß es jetzt –, dass wir bereit und in der Lage sind, uns dagegen, wenn es nötig ist, zur Wehr zu setzen“, so Friedrich Merz in seiner Regierungserklärung Ende Januar.

Ob Merz diesen Mut zur „Selbstbehauptung“ auch im Oval Office aufbringt, ist fraglich. Die EU hat zwar theoretisch eine „Handels-Bazooka“ in der Hinterhand, agiert aber wie so oft rein reaktiv. Brüssel hat lediglich die Ratifizierung eines alten Deals gestoppt – zu wenig, um Trump zu beeindrucken.

Das „Projekt Tresor“ zielt auf die feindliche Übernahme globaler Rohstoffreserven ab

Der vielleicht gefährlichste Punkt auf der Agenda ist das sogenannte „Project Vault“. Die USA bauen eine strategische Reserve kritischer Rohstoffe auf, um sich aus dem Würgegriff Chinas zu befreien. Peking blockiert seit Sommer 2023 den Export von Gallium und Germanium in die USA – essenziell für die Rüstungsindustrie. Durch den US-Angriff auf den chinesischen Partner Iran droht hier eine weitere Verschärfung.

Trump sucht nun Deals, doch Partnerschaft auf Augenhöhe ist nicht vorgesehen. Experten warnen eindringlich davor, dass Deutschland sich in eine fatale Abhängigkeit begibt. Eine zu enge Kopplung würde die EU in US-Konflikte hineinziehen und die eigene strategische Autonomie untergraben.

„Die Europäische Union riskiert, zum Juniorpartner einer US-Rohstoffstrategie degradiert zu werden, die primär amerikanischen Industrieinteressen dient“, warnt Stefan Müller, Chef der Deutschen Gesellschaft für Wertpapieranalyse (DGWA).

Der Westen hat das strategische Interesse an der Ukraine weitgehend verloren

Im Schatten von Iran-Krieg und Handelskrieg verblasst das Schicksal der Ukraine. Merz wollte das „Commitment“ der Amerikaner sichern, doch Washingtons Fokus hat sich verschoben. In der US-Administration wird der Ukraine-Krieg kaum noch als Verteidigungsfall westlicher Werte gesehen, sondern zunehmend als lästiger Kostenfaktor oder potenzieller „Business Case“, der endlich Erträge abwerfen soll.

Gegenüber Teheran demonstriert Trump jene Härte, die er gegenüber der Atommacht Russland vermissen lässt. Für Europa bleibt die bittere Erkenntnis: Ohne die USA ist Deutschland in der Ukraine wirkungslos. Die transatlantische Partnerschaft hat ihre Selbstverständlichkeit verloren.

Politik / Donald Trump / USA-Politik / Iran-Konflikt / Handelskrieg / Deutsche Wirtschaft / Rohstoffstrategie
[InvestmentWeek] · 03.03.2026 · 10:00 Uhr
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