Trump verstärkt Druck im Handelsstreit mit China: Internationale Märkte im Krisenmodus
Der Handelskonflikt zwischen den USA und China spitzt sich weiter zu, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, die Zölle auf chinesische Waren um weitere 50 Prozent zu erhöhen, sollten die bestehenden Gegenzölle nicht zurückgenommen werden. China hatte zuvor Vergeltungszölle in Höhe von 34 Prozent verhängt, worauf Trump mit entschiedenen Maßnahmen reagieren möchte. Das Weiße Haus in Washington hat Berichte über eine angebliche Aussetzung des Zollpakets als "Fake News" zurückgewiesen. Trumps Haltung bringt die globalen Märkte stark unter Druck, und die Unsicherheit wächst.
In Europa bemüht sich die Europäische Union um Deeskalation. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den USA angeboten, alle Zölle auf Industriegüter gegenseitig aufzuheben. Trotz der angespannten Lage bleibt die EU entschlossen, Gespräche weiterzuführen. Gleichzeitig bereitet sich die EU, falls nötig, auf Gegenmaßnahmen vor. Dies betrifft auch die Einführung von Sonderzöllen auf diverse US-Produkte als Antwort auf Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte.
Die Anspannung der Märkte ist weltweit spürbar: Der Dax fiel erneut, während auch der Dow Jones und der Nasdaq in New York Verluste verzeichneten. Die US-Notenbank hat vor einer drohenden Rezession und steigender Inflation gewarnt. In Deutschland schlägt der Außenhandelsverband Alarm, während Ökonomen wie Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer vor einem möglichen Abgleiten in die Rezession warnen.

