Trump verschärft Handelskonflikt mit neuen Zollplänen
US-Präsident Donald Trump plant, die bestehenden Zölle auf Stahlimporte in die USA von derzeit 25 Prozent auf 50 Prozent zu erhöhen. Diese Ankündigung machte er bei einer Rede vor Mitarbeitern eines Stahlunternehmens in Pennsylvania. Trump erklärt, dass diese Maßnahme dazu dienen solle, die heimische Stahlindustrie zu stärken und betont dabei seine Vorliebe für Zölle als wirtschaftspolitisches Instrument.
Die bestehenden Stahlzölle werden offiziell mit der Wahrung der nationalen Sicherheit gerechtfertigt. Doch Trump hat bereits eine Vielzahl weiterer Zölle angekündigt, angedroht oder umgesetzt, die insbesondere große Wirtschaftspartner wie China und die Europäische Union betreffen. Dies umfasst auch eine neue Strafabgabe von zehn Prozent auf nahezu alle Importe.
Gegen die Rechtmäßigkeit vieler dieser Vorhaben laufen aktuell verschiedene Gerichtsverfahren, allerdings sind die zusätzlichen Stahlzölle davon ausgenommen. Mit den geplanten Erhöhungen wird der Import von Stahlprodukten in die USA voraussichtlich weiter erschwert werden. Indes versuchen mehrere betroffene Handelspartner, darunter die EU, durch Verhandlungen neue Handelsabkommen zu erzielen, um die drohenden Zölle zu vermeiden.
Für die Europäische Union hat Trump angedrohte Zusatzabgaben in Höhe von 50 Prozent zunächst bis Juli ausgesetzt, um den Verhandlungen mehr Zeit zu geben.

