Trump verschärft Handelsfronten: Zölle auch für entlegene Inselstaaten
Die jüngsten außenwirtschaftlichen Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump betreffen nicht nur mächtige Wirtschaftsnationen wie China und die Europäische Union. Die Liste der von neuen US-Zöllen betroffenen Länder umfasst sogar abgelegene Inselgruppen und kaum besiedelte Regionen.
Ein Beispiel sind die Heard- und McDonald-Inseln, ein vulkanisches Archipel im südlichen Indischen Ozean, das zu den abgelegensten Regionen der Erde zählt. Dieses australische Außengebiet mit seinen Kolonien aus Seevögeln, Robben und Pinguinen exportierte laut Weltbank im Jahr 2022 Waren im Wert von 1,4 Millionen US-Dollar in die Vereinigten Staaten.
Ebenfalls betroffen ist das britische Überseegebiet im Indischen Ozean, zu dem auch die militärisch genutzte Insel Diego Garcia gehört. Hier befinden sich britische und amerikanische Stützpunkte, während die indigene Bevölkerung in den 1970er-Jahren umgesiedelt wurde.
Ungewöhnliche Ziele auf Trumps Liste sind zudem die Kokosinseln, die bei Touristen für ihre tropische Schönheit beliebt sind, sowie die Pazifikinseln Tokelau und Norfolk, die jeweils etwa 2000 Einwohner zählen.

