Trump stellt Nato-Zusammenschluss infrage: Sind die USA auf sich allein gestellt?
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat US-Präsident Donald Trump erneut die Verlässlichkeit der Nato-Verbündeten in Frage gestellt. Mit eindringlichen Worten äußerte er Zweifel, ob die USA im Ernstfall auf die Unterstützung ihrer Bündnispartner zählen können. „Obgleich wir bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen, um die Nato zu unterstützen, bleibt unklar, ob diese Solidarität in umgekehrter Richtung ebenso existiert“, so Trump in den verschneiten Höhen der Schweizer Alpen. Der Präsident malte ein Szenario, in dem die Vereinigten Staaten Opfer eines Angriffs würden und auf die Hilfe ihrer Partner angewiesen wären.
Er zweifelte offen, ob die Nato in einem solchen Fall tatsächlich zur Stelle sei. Trump hatte bereits in der Vergangenheit mit scharfer Kritik an den europäischen Nato-Mitgliedern für Unruhe gesorgt. Seine Forderungen, dass diese ihre Verteidigungsausgaben signifikant erhöhen sollten, um die Lasten gerechter zu verteilen, sind hinlänglich bekannt.
Die aktuelle Ansprache in Davos reiht sich in eine Serie von Vorwürfen ein, dass Amerika sowohl finanziell als auch militärisch überproportional stark belastet sei.

