Trump setzt Euro unter Druck: Neue Zolldrohungen lassen Gemeinschaftswährung schwächeln
Die jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump zu neuen Strafzöllen haben den Euro am Donnerstag deutlich unter Druck gesetzt. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung fiel auf 1,0414 US-Dollar, nachdem er zuvor noch knapp unter 1,05 Dollar notiert hatte.
Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs des Euro auf 1,0477 Dollar fest, während der Dollar nun 0,9544 Euro kostete. Donald Trump machte in seinen jüngsten Äußerungen klar, dass Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada mit Beginn des nächsten Monats eingeführt werden sollen.
Auf der Plattform Truth Social erklärte der Präsident, dass wegen des unverminderten Drogenschmuggels aus diesen Ländern bis zum 4. März ausgesetzte Strafzölle nun aktiviert würden. Diese Maßnahme traf die Euro-Skepsis, nachdem weitere Zölle auf chinesische Waren angekündigt wurden, die eine Höhe von 10 Prozent erreichen sollen.
Obwohl bereits am Vorabend US-Zölle auf Importgüter der Europäischen Union – insbesondere auf Autos – in Aussicht gestellt worden waren, blieben die Märkte zunächst gelassen. Die geplanten 25-prozentigen Zölle auf europäische Einfuhren fanden in den Marktanalysen zunächst noch Spielraum für Verhandlungen.
Aber die Aussicht auf eine verschärfte Handelslage im nordamerikanischen und asiatischen Raum führte zu Unsicherheiten unter europäischen Investoren. Das Konjunkturbild aus den USA zeigte sich derweil gemischt: Während im Januar die Auftragseingänge für langlebige Güter über den Erwartungen stiegen, sorgte ein Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für negative Überraschungen.
Neben dem Euro betroffen, wurde der Referenzkurs von der EZB auch für britische Pfund, japanische Yen und Schweizer Franken festgelegt. Gold notierte am Nachmittag in London bei 2.872 Dollar je Feinunze, was auch auf andere Edelmetallmärkte ausstrahlte.

