Trump kritisiert Spaniens Verteidigungsausgaben und fordert Erhöhung beim Nato-Gipfel
US-Präsident Donald Trump hat vor dem Nato-Gipfel erneut seine Unzufriedenheit mit Spaniens Verteidigungsausgaben zum Ausdruck gebracht. Während seines Fluges von Washington nach Europa erklärte Trump vor Journalisten, dass Spaniens derzeitige Ausgaben 'unfair' im Vergleich zu anderen Mitgliedsländern seien.
In einem Beitrag auf Truth Social veröffentlichte er eine Auflistung, in der Spanien am unteren Ende der Verteidigungsausgaben rangiert. Trump betonte, dass dieses Thema in den bevorstehenden Gesprächen mit den Nato-Partnern zur Sprache kommen werde.
Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur planen die Nato-Alliierten, ihre jährlichen verteidigungsrelevanten Ausgaben auf mindestens fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen. Dabei sollen mindestens 3,5 Prozent des BIP für klassische Militärausgaben vorgesehen sein, weitere 1,5 Prozent könnten durch militärisch nutzbare Infrastruktur abgedeckt werden. Als Zielvorgabe für die Umsetzung dieser Pläne ist das Jahr 2035 gesetzt, mit einer Überprüfung im Jahr 2029.
Obwohl Spanien zunächst als Kritiker auftrat, konnte es durch ein Zugeständnis seitens des Nato-Generalsekretärs Mark Rutte überzeugt werden. Dieser sicherte Spaniens Premierminister Pedro Sánchez zu, dass sein Land das neue Prozentziel nicht zwangsläufig erreichen muss, sofern es die geforderten militärischen Fähigkeiten auch mit geringeren Mitteln gewährleisten kann.
Experten in Brüssel zweifeln jedoch an der Realisierbarkeit dieser Vereinbarung.

