Trump kehrt zur Bühne des Weltwirtschaftsforums zurück: Rekordbeteiligung in Davos erwartet
Die bevorstehende Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos steht vor einem neuen Teilnehmerrekord. US-Präsident Donald Trump wird sich wieder unter die Elite der globalen Wirtschafts- und Politikszene mischen. Mit der bislang größten US-Delegation im Gepäck wird Trump die Veranstaltung in den Schweizer Alpen bereichern, wie WEF-Präsident Børge Brende ankündigte.
Ein besonderer Fokus liegt auf den prominenten Gästen aus Deutschland, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil. Die Führungsspitze der G7 wird nahezu vollständig in Davos präsent sein, wie Brende mitteilte. Namentlich hervorgehoben wurde auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez. Erwartungsgemäß reisen ebenfalls der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Israels Staatspräsident Izchak Herzog an.
Das zentrale Motiv des Forums, der "Geist des Dialogs", erscheint angesichts der komplexen geopolitischen Herausforderungen dringlicher denn je. Themen wie der Ukraine-Konflikt, die instabile Lage im Iran und die Zukunft von Gaza und Venezuela stehen im Mittelpunkt. Brende betonte die Notwendigkeit des Dialogs gerade in einer Zeit des technologischen Wandels und der zunehmenden globalen Fragmentierung.
Rund 3000 Teilnehmer versammeln sich in Davos, darunter 64 Staats- und Regierungschefs sowie 850 führende Wirtschaftsvertreter. Trumps bisherige Teilnahmen 2018 und 2020 sind bekannt. Seine wirtschaftspolitischen Ansichten, die oft im Gegensatz zur Globalisierungsphilosophie des Forums stehen, traten bei diesem Anlass stets hervor. Nichtsdestotrotz schätzt Trump das WEF und ließ sich im Vorjahr sogar digital zuschalten, wo er seiner wirtschaftlichen Agenda Ausdruck verlieh.
Das WEF, ursprünglich als Zusammenkunft großer Unternehmen gedacht, ist ebenfalls eine Plattform für informelle politische Gespräche zur Lösung globaler Krisen. Auch in diesem Jahr könnte es Gelegenheit geben, Lösungen für den russischen Krieg in der Ukraine zu erörtern.

