Trump fordert Milliarden von JPMorgan – Eine Klage erschüttert die Finanzwelt
Die jüngste Auseinandersetzung zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und der Großbank JPMorgan Chase erreichte einen neuen Höhepunkt, als Trump eine Klage über mindestens fünf Milliarden Dollar einreichte. Hintergrund ist die Schließung seiner Konten durch die Bank im Jahr 2021, nachdem Trumps Anhänger das US-Kapitol gestürmt hatten. Seine Anwälte argumentieren, dass dieser Schritt politisch motiviert gewesen sei. JPMorgan hingegen weist solche Vorwürfe energisch zurück, indem sie erklären, dass Kontoschließungen nur bei rechtlichen oder regulatorischen Risiken erfolgen – nicht jedoch aus politischen Gründen.
Gemäß der von CNBC veröffentlichten Klage erfuhr Trump im Februar 2021 von der bevorstehenden Schließung seiner Konten innerhalb von zwei Monaten. Dies habe ihm und seinen Unternehmen geschadet, da dies zu weniger profitablen Geschäftsbeziehungen mit anderen Finanzhäusern geführt habe. Zudem seien Trump und seine Firmen auf eine Schwarze Liste in der Vermögensverwaltung gesetzt worden. Besonders brisant: Die Klage richtet sich nicht nur gegen die Bank, sondern auch persönlich gegen deren CEO, Jamie Dimon. Trump hatte zuvor bereits die Bank of America kritisiert, weil sie eine Einzahlung in Höhe von einer Milliarde Dollar abgelehnt hatte.
Der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar, ausgelöst durch Trumps unbegründete Betrugsvorwürfe bezüglich der Präsidentschaftswahl 2020, hatte weitreichende Konsequenzen. Neben dem Verlust seiner Online-Präsenz, was ihn zu weiteren Klagen gegen Tech-Unternehmen veranlasste, führten spätere Untersuchungen im Jahr 2024 ins Leere. Bei Beginn seiner zweiten Amtszeit begnadigte Trump alle Beteiligten der Kapitol-Erstürmung und bleibt dabei, dass die Wahl manipuliert worden sei.

