Trump erklärt staatliche Beteiligungen zur neuen Normalität
Die Bekanntgabe der US-Regierung, Anteile am Chipgiganten Intel zu erwerben, ist laut Präsident Donald Trump mehr als nur eine einmalige Aktion. Trump äußerte sich vor der Presse im Weißen Haus und betonte, dass er in Zukunft häufiger auf diese Weise agieren wolle. Die Intel-Investition sei nur der Anfang gewesen, erklärte der Präsident, der auf weitere ähnliche Situationen hofft. Trump stellte klar, dass die Regierung Unternehmen zu Gegenleistungen bewegen wird, wenn diese etwas von ihr erwarten. Häufig berichteten Unternehmensvertreter von Hindernissen, die ihnen im Wege stünden. Trump erklärte, dass die Regierung ihre Zustimmung oft an Bedingungen knüpfe, die Unternehmen auch etwas kosten würden.
Aktuell sehen sich die Chipunternehmen Intel und AMD einer Abgabe von 15 Prozent ihrer Halbleiter-Umsätze in China an die US-Regierung ausgesetzt. Diese Abgaben sind Voraussetzung für die Erteilung von Exportgenehmigungen, obwohl der Präsident ursprünglich 20 Prozent gefordert hatte. "Das ist Business", fasste Trump diesen Ansatz zusammen. Vergangene Woche hatte die US-Regierung zehn Prozent der Anteile an Intel erworben, woraufhin zugesagte Subventionen in Höhe von 8,9 Milliarden Dollar für die Erweiterung der US-Produktion freigegeben wurden. Bereits zuvor hatte Intel zwei Milliarden Dollar an Subventionen erhalten.
Trump betonte, dass die USA für den Anteil keinen Kaufpreis zahlen mussten und erklärte stolz, dass er zehn bis elf Milliarden Dollar für die Vereinigten Staaten erzielt habe. In Amerika wurde der Deal, insbesondere von Trumps ehemaligem Vizepräsidenten Mike Pence, als Abkehr vom Prinzip der freien Marktwirtschaft kritisiert. Trump entgegnete solchen Stimmen entschieden und nannte sie "dumme Leute", indem er den Deal als kluges Geschäft verteidigte. Für den Präsidenten ist klar, dass er ähnliche Gelegenheiten auch zukünftig nutzen würde.

