Trump droht mit neuen Strafzöllen: EU am Zug
Donald Trump heizt die transatlantischen Handelsbeziehungen erneut an, indem er eine Verdopplung der Zölle auf alle EU-Importe ab Juni ankündigt. Solche Schritte sind Teil seines bekannten Repertoires: Maximalforderungen und Drohgebärden, die letztlich einer Verhandlungsstrategie dienen, damit er erzielte Kompromisse als innenpolitische Erfolge verkaufen kann.
Allerdings scheint Trumps Einfluss langsam abzunehmen. Die gewünschten Effekte, wie etwa die Rückkehr der Industrien in die USA, bleiben aus. Europa sollte sich daher nicht verunsichern lassen und die strategische Ruhe bewahren, auch wenn der gesetzte Zeitrahmen knapp bemessen ist. Trump versteht es, aus einer passiven Haltung seines Gegenübers Kapital zu schlagen und weitere Eskalationen voranzutreiben.
Daher ist es jetzt an der EU, Stärke zu demonstrieren und ihre eigenen Druckmittel zu offenbaren. Dies könnte durch Gegenzölle auf US-Produkte geschehen oder durch andere Maßnahmen, die speziell auf amerikanische Technologiekonzerne abzielen. Die entsprechenden Pläne sind schon seit geraumer Zeit bereit und sollten nun eingesetzt werden, um in den Verhandlungen Position zu beziehen.

