Trump drängt Selenskyj zu Kompromissen im Ukraine-Konflikt
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, in den Verhandlungen zum Friedensprozess mit Russland Zugeständnisse zu machen. In einem Gespräch mit Journalisten vor dem Weißen Haus betonte Trump, Russland sei bereit für einen Kompromiss, und Selenskyj müsse die Gelegenheit nutzen, sonst verpasse er eine bedeutende Chance.
Diese Aussagen der US-Regierung verstärken den Druck auf die ukrainische Seite vor einer neuen Verhandlungsrunde, die nach Berichten aus Russland in der kommenden Woche in Genf stattfinden soll. Selenskyj und andere ukrainische Offizielle hatten in letzter Zeit erklärt, dass die USA auf eine Friedensvereinbarung bis zum Juni abzielen.
Laut „The New York Times“ richten sich die Bemühungen der US-Regierung vor allem darauf, einen außenpolitischen Erfolg für die anstehenden US-Zwischenwahlen zu erzielen. Ein solcher Erfolg könnte es der Regierung ermöglichen, sich danach verstärkt auf innenpolitische Themen zu konzentrieren. Was jedoch geschehen würde, falls Kiew sich gegen Zugeständnisse bei heiklen Punkten wie Gebietsfragen sperrt, bleibt unklar.

