Triumph für Sozialistische Partei: Seguro gewinnt Präsidentschaftswahl in Portugal
In einem überzeugenden Wahlsieg hat António José Seguro von der Sozialistischen Partei Portugals die Präsidentschaftswahl mit einem deutlichen Vorsprung für sich entschieden, wie erste Prognosen des staatlichen Fernsehsenders RTP berichten. Der erfahrene Politiker erhielt demnach einen Stimmenanteil zwischen 68 und 73 Prozent. Diese Ergebnisse werden von anderen portugiesischen Medien, darunter die Zeitung 'Público', bestätigt und lassen kaum Zweifel an Seguros Sieg aufkommen. Es war von vornherein unwahrscheinlich, dass die Auszählung der Stimmen das Ergebnis zugunsten eines anderen Kandidaten kippen könnte.
Somit wird Seguro voraussichtlich das Amt des Präsidenten vom scheidenden konservativen Amtsinhaber Marcelo Rebelo de Sousa übernehmen, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren durfte. Der absehbare Triumph Seguros stellt den rechtspopulistischen Herausforderer André Ventura deutlich in den Schatten, der ersten Erhebungen zufolge lediglich auf 27 bis 32 Prozent der Stimmen kommt. Bereits im Vorfeld hatten 60 Prozent der Befragten entschieden abgelehnt, für Venturas polarisierende und gegen Einwanderer gerichtete Positionen zu stimmen.
Trotz seiner Forderung, die Wahl angesichts der jüngsten Unwetter zu verschieben, verzeichnete der 43-Jährige dennoch einen signifikanten Zuspruch und markiert den Aufstieg der Rechtspopulisten in Portugal. Die Wahlen verliefen ungeachtet der durch die Winterstürme verursachten Unannehmlichkeiten größtenteils reibungslos. Lediglich in drei Gemeinden, die zusammen 37.000 Wahlberechtigte umfassen, wurde die Stimmabgabe um eine Woche auf den 15. Februar verschoben.

