Trendwende auf Deutschlands Straßen: Vom Stehen und Gehen
Laut der neuesten Ausgabe der Studie 'Mobilität in Deutschland', in Auftrag gegeben vom Bundesverkehrsministerium, zeichnen sich wesentliche Veränderungen in der Nutzung von Autos ab. Obwohl sie nach wie vor das dominierende Verkehrsmittel darstellen, geraten immer mehr Fahrzeuge in den Stillstand. Dem Bericht zufolge bleibt fast die Hälfte der Fahrzeuge täglich ungenutzt. Dies stellt eine signifikantere Nicht-Nutzung dar als noch 2008, als nur ein Drittel der Autos an einem durchschnittlichen Tag stehen blieb.
Interessanterweise hat der Fußverkehr als Alternative an Bedeutung gewonnen. Ein neuer Blick auf Elektroautos zeigt, dass ihre Verwendungsmuster nun nahezu identisch mit denen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind, sowohl in Bezug auf die Jahresfahrleistung als auch die Länge der einzelnen Fahrstrecken. Vergleichsdaten aus 2017 hatten noch gezeigt, dass Elektrofahrzeuge überwiegend für Kurzstrecken genutzt wurden. Heute erreichen sie auf längeren Strecken einen Anteil von 13 Prozent, vergleichbar mit ihren benzinbetriebenen Pendants.
Die Erkenntnisse der Studie basieren auf einer umfassenden Untersuchung des alltäglichen Verkehrsverhaltens von mehr als 218.000 Haushalten und über 421.000 Einzelpersonen in über 1.000 Städten und Gemeinden Deutschlands. Diese Untersuchung war Teil einer kontinuierlichen Reihe von Erhebungen, die seit 2002 durchgeführt werden und damit wertvolle Langzeittrends im Mobilitätsverhalten der Gesellschaft aufzeigen.

