Traton unter Druck: Steigende Zölle belasten Aussichten der VW-Nutzfahrzeugtochter
Die Herausforderungen für die Traton Group, die Nutzfahrzeugsparte des Volkswagen-Konzerns, nehmen spürbar zu, nachdem die USA die Zollschraube weiter anziehen. Ursprünglich hatte der Nutzfahrzeughersteller geplant, seine Produktionskapazitäten im zweiten Quartal spürbar zu erhöhen.
Auf einer Konferenz in Almedalen, Schweden, äußerte Traton-Chef Christian Levin jedoch am Dienstag, dass die aktuellen Auftragseingänge hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der Hoffnungsschimmer liegt für Levin in den staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung innerhalb Europas, die künftig für einen Anstieg der Lkw-Bestellungen sorgen könnten.
Trotz der aktuell eingetrübten Marktprognose und den globalen politischen Spannungen, bleibt Levin optimistisch und verweist auf die langjährige Erfahrung Tratons im Umgang mit wirtschaftlichen Schwankungen. Ende April hatte Levin noch Hoffnung auf eine positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte geäußert, nachdem das Jahr schwach begonnen hatte. Doch selbst damals war unklar, wie gravierend die Handelskonflikte Einfluss nehmen würden.
Traton hat für 2025 einen Umsatz angestrebt, der um bis zu fünf Prozent über oder unter dem letztjährigen Wert von 47,5 Milliarden Euro liegt. Dabei wird mit einer Anpassung der bereinigten operativen Marge von 9,2 Prozent auf 7,5 bis 8,5 Prozent gerechnet.

