Transparenz trotz Turbulenzen: Deutsche Gelder in der Ukraine sicher
Der Korruptionsskandal, der derzeit die Ukraine erschüttert, hat offenbar keine Auswirkungen auf die finanzielle Unterstützung aus Deutschland. Wie ein Sprecher des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erläutert, gibt es keine Hinweise darauf, dass die besagten Vorfälle deutsche Mittel betreffen. Ebenso wenig seien Versuche bekannt, deutsche Unternehmen in den Strudel der Korruption hineinzuziehen.
Unterdessen haben ukrainische Behörden Ermittlungen gegen den staatlichen Kernkraftwerksbetreiber Energoatom eingeleitet. Im Zentrum der Untersuchungen steht der Vorwurf, Bestechungsgelder in Millionenhöhe geflossen zu haben. Der ukrainische Justizminister Herman Haluschtschenko, einst Energieminister, musste in diesem Zusammenhang seinen Posten räumen.
Das Entwicklungsministerium betont, dass die in Rede stehenden Vorwürfe die Atom-Agentur beträfen, während deutsche Projekte sich auf den Übertragungsnetzbereich konzentrieren. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte, die Vorfälle würden kurzfristig keinen Einfluss auf die Zahlungen an die Ukraine haben. Präsident Wolodymyr Selenskyj habe Transparenz im Umgang mit der Angelegenheit garantiert. „Wir vertrauen darauf, dass die ukrainische Regierung hier für umfassende Aufklärung sorgen wird“, so Kornelius optimistisch.

