Thyssenkrupp Nucera im Aufwind: Möglicher Großauftrag aus Down Under
In einer erfreulichen Wendung für die Aktionäre von Thyssenkrupp Nucera sorgten Neuigkeiten über einen potenziellen Großauftrag aus Australien am Donnerstag für Rückenwind an der Börse. Der Aktienkurs des Unternehmens verzeichnete nach einem kräftigen Aufschwung zeitweise ein Plus von über sechs Prozent und schloss schließlich mit einem Anstieg von 3,1 Prozent bei 9,28 Euro. Dennoch verbleiben die Papiere innerhalb ihrer Handelsspanne der letzten zwei Wochen. Bemerkenswert ist, dass trotz des jüngsten Aufschwungs seit Beginn des Jahres immer noch ein Kursverlust von 12,5 Prozent verzeichnet wird. Dies steht im Kontrast zu einem fast vierteljährlichen Zuwachs des Nebenwerte-Index SDax im selben Zeitraum.
Hintergrund für den plötzlichen Optimismus ist die Ankündigung von Progressive Green Solutions (PGS) aus Australien, die Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure ausgewählt haben. Diese sollen eine beeindruckende Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt liefern, um jährlich 7 Millionen Tonnen von 'grünen' Eisenpellets zu produzieren, von denen die Hälfte in 2,5 Millionen Tonnen 'grünes' heißbrikettiertes Eisen (HBI) umgewandelt werden soll. Das ehrgeizige Projekt befindet sich derzeit noch in der frühen Planungsphase und wird in enger Zusammenarbeit zwischen PGS und Thyssenkrupp Nucera weiterentwickelt. Eine endgültige Investitionsentscheidung steht jedoch noch aus, was die Unsicherheiten in einem herausfordernden Marktumfeld für 'grünen' Wasserstoff unterstreicht, über das die Thyssenkrupp-Tochter zuletzt klagte.

