Thunberg und Aktivisten: Segelschiff von israelischer Armee gestoppt
Greta Thunberg und eine Gruppe von Aktivisten, die sich auf einer Mission zur Übergabe von Hilfsgütern für den Gazastreifen befanden, wurden kurz vor ihrem Ziel von der israelischen Marine gestoppt. Das Schiff, die 'Madleen', wurde zur israelischen Küste geschleppt, wobei die Passagiere aufgefordert wurden, in ihre Heimatländer zurückzukehren. Die israelische Regierung betonte, dass alle Beteiligten sicher seien und mit Nahrung versorgt würden.
Der Vorfall wird von israelischer Seite als inszenierte Provokation gewertet, die lediglich mediale Aufmerksamkeit erregen sollte. Die Gruppe, die vom Bündnis Freedom Flotilla Coalition organisiert wurde, hatte zuvor von Drohnen berichtet, die das Schiff umkreisten, und von Kommunikationsstörungen. Trotz der Bemühungen der Aktivisten, auf die humanitäre Notlage in Gaza aufmerksam zu machen, setzte Israel auf eine eindeutige Botschaft: Niemand wird die bestehende Seeblockade durchbrechen.
Der israelische Verteidigungsminister bekräftigte, dass die Ankunft des Schiffes verhindert werden musste und verwies auf die Gefahr, die von antijüdischer Propaganda ausgehe. Thunberg, bekannt für ihr Engagement im Klimaschutz, hat ihren Fokus ausgeweitet und kritisiert immer wieder Israels Handlungen gegenüber den Palästinensern. Diese Aktivitäten riefen auch Kritik hervor, da sie die Ereignisse um das Hamas-Massaker im Oktober unberücksichtigt ließen.
Seit dem Anfang des Konflikts sind die humanitären Bedingungen in Gaza dramatisch, obwohl Israel kürzlich die Blockade teilweise gelockert hat. Bereits in der Vergangenheit gab es Versuche, die Blockade zu durchbrechen, die oft zu Auseinandersetzungen führten. Diese Maßnahmen werden in Israel mit Sicherheitsbedenken gerechtfertigt, insbesondere in Anbetracht der feindlichen Absichten der Hamas.
Die neueste Entwicklung betrifft auch die Identifizierung des verstorbenen Hamas-Militärchefs Mohammed al-Sinwar durch die israelische Armee. Seine Leiche wurde in einem Tunnel unter einem Krankenhaus in Gaza gefunden; er starb bei einem Angriff im Mai.

