Tesla vor Herausforderungen: Subventionsende und Marktwandel belasten den Elektroautobauer
Tesla sieht sich am Jahresende 2025 gleich mit mehreren Widrigkeiten konfrontiert. Nach dem Auslaufen einer wichtigen US-Steuervergünstigung in Höhe von 7.500 Dollar für Elektrofahrzeuge durch Präsident Donald Trump sanken die globalen Auslieferungen des Unternehmens um 15,6 Prozent auf 418.227 Fahrzeuge. Dies führte zu einem leichten Rückgang der Tesla-Aktie um 0,9 Prozent an der New Yorker Börse. Für das gesamte Jahr verzeichnete Tesla einen Rückgang der Auslieferungen um 8,5 Prozent auf 1,636 Millionen Fahrzeuge, nachdem der Höhepunkt 2023 mit über 1,8 Millionen Auslieferungen lag. Die letzten Zahlen kommen nach einem Anstieg der Auslieferungen um 7,4 Prozent im dritten Quartal, da viele Konsumenten die letzten Chancen nutzten, von der steuerlichen Prämie zu profitieren.
Analyst Gene Munster gibt an, dass die Verkäufe von Elektroautos in den USA im Oktober branchenweit um etwa 30 Prozent eingebrochen sind und sieht für das kommende Jahr eine leichte Erholung der Auslieferungen bei Tesla um rund fünf Prozent voraus. Elon Musk lenkt unterdessen den Fokus von Fahrzeugverkäufen auf Zukunftstechnologien wie Robotaxis und humanoide Roboter. Trotz geringer Fortschritte bei beiden Projekten – Tesla hat in Austin erst einige Dutzend Robotaxis im Einsatz – ist der Anspruch hoch.
Konkurrenz wie Waymo setzt bereits auf größere Flotten und eine erweiterte Sensorik-Technologie, während Tesla auf Kameras allein vertraut. Im Bereich der humanoiden Roboter stehen chinesische Unternehmen sowie US-Firmen wie Agility Robotics und Figure AI ebenfalls in Konkurrenz.
Für Tesla verlief das Jahr nicht nur wegen der Subventionspolitik holprig – auch Elon Musks Umgang mit politischen Institutionen trug nicht zur Stabilität bei. Sein hartes Vorgehen in Washington und ein öffentlich ausgetragener Streit mit Trump führten zu einer reduzierten Begeisterung bei einem Teil der potenziellen Käuferschaft. Gleichzeitig stellte der Modellwechsel bei Teslas Bestseller Model Y und strategische Fehleinschätzungen beim Cybertruck die Marke vor zusätzliche Herausforderungen.
Währenddessen konnte BYD seine Führungsposition auf dem E-Auto-Markt weiter ausbauen. Rivian, ein weiterer Wettbewerber, verbuchte ebenfalls Rückgänge. Die Lieferzahlen dieses Tesla-Herausforderers fielen im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 42.247 Fahrzeuge. Das Unternehmen plant jedoch mit einem günstigeren Modell im nächsten Jahr wieder auf Wachstumskurs zu gehen.

