Terminator: Survivors – Entwickler erklärt die offene Welt und Gameplay-Vision
Ein apokalyptisches Ödland, in dem Skynet unerbittlich die letzten Überlebenden der Menschheit jagt. Terminator: Survivors verspricht genau das Szenario, das Fans der Filmreihe seit Jahrzehnten herbeiträumen. Doch hinter den Kulissen ringt Nacon Studio Milan mit einer Herausforderung, die das Spiel grundlegend prägt.
Eine Welt, die sich um dich herum bewegt
Das Studio hat in einem ausführlichen Entwicklungsupdate auf Steam seine Designphilosophie offengelegt. Terminator: Survivors basiert auf drei tragenden Säulen: einer offenen Spielwelt, einer eigenständigen Geschichte im Terminator-Universum und einer akribischen Ausarbeitung des ikonischen T-800. Gerade der erste Pfeiler erweist sich als die größte technische und erzählerische Herausforderung. Nacon Studio Milan erklärt, dass die Freiheit der Spieler, jederzeit überall hinzugehen und zu tun, was sie wollen, enorme Konsequenzen für die Spielweltgestaltung hat. Die Lösung des Studios: Die Welt soll sich so anfühlen, als würde sie sich gleichzeitig um den Spieler herum bewegen, während er sich durch sie hindurchbewegt. Das betrifft die Art und Weise, wie man das Ödland zu Fuß oder mit Fahrzeugen durchquert, wie Skynet-Patrouillen die Wüstenei absuchen und die zahllosen Punkte von Interesse, die über die Karte verteilt sind.
Freiheit ohne Beliebigkeit: Erzählung im offenen Format
Die Balance zwischen actiongeladenen Momenten und einem bedeutungsvollen Handlungsbogen ist laut dem Studio mindestens so wichtig wie in den Originalfilmen, wenn nicht sogar anspruchsvoller. Wer jederzeit selbst entscheidet, wohin er geht und was er tut, bricht automatisch jede lineare Erzählstruktur auf. Das Team muss deshalb sicherstellen, dass sich Fortschritt und Veränderungen in der Spielwelt organisch anfühlen, egal auf welchem Weg der Spieler voranschreitet. Konkret bedeutet das unter anderem, dass Spieler bei Begegnungen mit Skynet-Einheiten nicht zwingend zur Waffe greifen müssen. Neben offensivem Vorgehen mit Sturmgewehren oder Schrotflinten steht auch ein lautloser Ansatz zur Verfügung, bei dem sich Bedrohungen ganz ohne einen einzigen Schuss umschiffen lassen.
Kein Koop, dafür ein authentisches Einzelspieler-Erlebnis
Wer auf gemeinsames Überleben im Mehrspieler-Verbund gehofft hatte, wurde bereits Ende letzten Jahres enttäuscht: Kreativdirektor Marco Ponte bestätigte, dass die ursprünglich geplante Koop-Funktion gestrichen wurde. Die Entscheidung fiel zugunsten eines konzentrierten, authentischen Terminator-Erlebnisses mit bestmöglichem Schieß- und Erkundungsgameplay. Eine Entscheidung, die auf dem Papier nachvollziehbar ist, aber zeigt, wie stark das Projekt im Laufe der Entwicklung umgeformt wurde. Terminator: Survivors sollte ursprünglich 2024 in den Frühzugang starten, wurde zweimal verschoben und hat derzeit kein bestätigtes Veröffentlichungsdatum. Entwickelt wird es für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S.
Worldbuilding und Zeitlinie: Mehr Details folgen
Nacon Studio Milan hat angekündigt, schrittweise weitere Einblicke in die Entwicklung zu gewähren. Das nächste Update soll sich dem Worldbuilding widmen und klären, an welchem Punkt der Terminator-Zeitlinie das Spiel ansetzt. Außerdem soll erläutert werden, wie Spielerentscheidungen nicht nur die eigene Geschichte beeinflussen, sondern möglicherweise Auswirkungen auf die übergeordnete Zeitlinie der gesamten Franchise haben. Das klingt nach einem ambitionierten Versprechen, das zu erfüllen bleibt.


