Teamviewer und Aumovio im Strudel der KI-Bedenken
Die Aktien von Teamviewer verzeichneten am Dienstag einen dramatischen Rückgang und fielen auf ein Rekordtief von 4,81 Euro. Im frühen Xetra-Handel notierten sie zuletzt bei 4,88 Euro und verloren damit über ein Prozent, wodurch sich der Jahresverlust auf etwa 20 Prozent erhöhte. Der Spezialist für Fernwartungssoftware gerät ins Visier der Anleger, die sich zunehmend Sorgen um die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz machen, welche viele Branchen belastet.
Analysten von Bernstein Research warnten vor den Verdrängungsrisiken durch KI und prognostizierten für Teamviewer zusätzliches Ungemach. Sie reihten das Unternehmen neben Aumovio, Atos, Ocado und Quadient in eine Gruppe ein, die zukünftig mit großen Herausforderungen konfrontiert sein könnte. Speziell der klassische, personalintensive Fernsupport von Teamviewer sei durch Automatisierung stark gefährdet.
Auch für Aumovio, einen Autozulieferer, sind die Aussichten getrübt. Die Bernstein-Experten sehen Risiken im Wandel hin zu Software-definierten Fahrzeugen. Diese Veränderung könnte die Wertschöpfung zugunsten der Automobilhersteller, die selbst Software entwickeln, und zugunsten neuer Konkurrenten aus der Halbleiter- und Tech-Branche verschieben.
Aumovios Aktien verloren am Dienstag im frühen Handel etwa zwei Prozent und notierten bei 42,14 Euro. Trotz dieses Rückgangs hält der im Oktober begonnene Aufwärtstrend der Continental-Abspaltung stand. Bernstein bewertet sowohl die Papiere von Teamviewer als auch von Aumovio weiterhin mit "Market-perform".

