Tchibo bleibt hartnäckig im Kaffee-Preiskampf gegen Aldi Süd
Der Hamburger Handelsriese Tchibo beabsichtigt, das Urteil des Landgerichts Düsseldorf im Rechtsstreit mit Aldi Süd anzufechten, um möglicherweise eine Wende in der Debatte um Kaffeepreise zu erreichen. Der Schritt erfolgt, nachdem das Gericht Tchibos Unterlassungsklage gegen den Mülheimer Discounter abgewiesen hat.
Im Zentrum des Streits steht das Kaffeepreisangebot der Aldi-Eigenmarke Barissimo, welches Tchibo als Verkauf unter Herstellkosten und somit als wettbewerbswidrig ansieht. Tchibo strebt an, Aldi Süd gerichtlich untersagen zu lassen, diesen Kaffee zu derart niedrigen Preisen anzubieten.
Das Landgericht urteilte jedoch zugunsten von Aldi Süd und befand, dass das Vorgehen des Discounters wirtschaftlich nachvollziehbar sei und keine Gefährdung des Wettbewerbs darstelle. Eine Gerichtssprecherin unterstrich, dass keine strategische Marktverdrängung erkennbar sei.
Tchibos Sprecher zeigt sich indes zuversichtlich und sieht das Verfahren als "von grundsätzlicher Bedeutung" an; man erkenne deutliche Aussichten auf eine erfolgreiche Berufung. Sollte es zu einer Weiterverhandlung kommen, wäre das Oberlandesgericht Düsseldorf in der Lage, erneut Beweise zu erheben, sofern es dies für notwendig erachtet.

