T-Mobile US überrascht mit starkem Kundenwachstum – Aktien geraten unter Druck
Der US-amerikanische Telekommunikationsriese T-Mobile US hat im dritten Quartal beeindruckende Fortschritte bei der Kundengewinnung erzielt und seine Jahresprognose nach oben korrigiert. Trotz dieser positiven Nachrichten gerieten die Aktien des Unternehmens im vorbörslichen Handel unter Druck und verzeichneten ein Minus von 1,5 Prozent. Marktanalysten führen dies auf die Ankündigung zurück, dass der Konzern seine Investitionen um eine halbe Milliarde US-Dollar auf nunmehr 10 Milliarden US-Dollar erhöhen wird.
Der bisherige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Mike Sievert, dessen Amtszeit noch bis November läuft, hat ambitionierte Ziele für 2025 formuliert: Demnach sollen 7,2 bis 7,4 Millionen neue Vertragskunden gewonnen werden, ein deutlicher Anstieg gegenüber der bisherigen Zielvorgabe von 6,1 bis 6,4 Millionen. Zudem wird das operative Ergebnis ohne Verzerrungen durch Endgerätevermarktung (bereinigtes Core Ebitda) nun bei 33,7 bis 33,9 Milliarden Dollar erwartet, nachdem zuvor von 33,3 bis 33,7 Milliarden die Rede war.
Im dritten Quartal stieg die Anzahl der Mobilfunkvertragskunden um bemerkenswerte 1 Million an, wie das in Bellevue ansässige Unternehmen berichtete. Dies entspricht dem höchsten Zuwachs in diesem Zeitraum seit über einem Jahrzehnt und übertraf die Prognosen von Analysten, die mit rund 852.000 neuen Kunden gerechnet hatten. Der Serviceumsatz konnte um neun Prozent auf 18,2 Milliarden US-Dollar erhöht werden, während das bereinigte Core Ebitda um etwa sechs Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar zulegte.
Dennoch sank der Nettogewinn des Unternehmens auf 2,7 Milliarden Dollar, verglichen mit 3,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. T-Mobile US führte als Ursache für den Gewinnrückgang gestiegene Aufwendungen für Wertberichtigungen an.

