Syrien nimmt nach langer Pause Ölexporte wieder auf
Auf dem internationalen Parkett der Ölbranche zeichnet sich eine bemerkenswerte Bewegung ab: Syrien, seit langem vom Bürgerkrieg und den damit verbundenen Turbulenzen geplagt, hat zum ersten Mal seit 2011 wieder nennenswerte Ölexporte vorbereitet. Ein Tanker griechischer Herkunft hat kürzlich den syrischen Hafen von Tartus verlassen und trägt eine Ladung von 600.000 Barrel Rohöl an Bord. Der Wert dieser Ladung wird auf rund 30 Millionen Euro beziffert.
Interessanterweise wusste der Schiffs-Trackingdienst Marinetraffic zunächst kein Ziel für den Tanker zu verzeichnen, der vor der syrischen Mittelmeerküste ankerte. Laut Berichten des syrischen Staatsfernsehens könnte Griechenland der erste Hafen für das Schiff sein. Dies entspricht nicht nur einem Zeichen der Wiederaufnahme des Handels, sondern auch einem symbolischen Moment der Öffnung des Landes nach Jahren der Isolation.
Experten erinnern daran, dass vor Beginn des Bürgerkriegs Syriens Ölexporte einen bedeutenden Beitrag zum Staatshaushalt leisteten. Doch internationale Sanktionen, die im Kontext des Bürgerkriegs und der anschließenden politischen Umwälzungen verhängt wurden, ließen den einst florierenden Handel zum Stillstand kommen. Nun, nach dem Sturz von Baschar al-Assad im letzten Dezember, eröffnen die allmählichen Lockerungen der Sanktionen der internationalen Gemeinschaft und insbesondere der Europäischen Union und den USA, neue Perspektiven für Syriens Wirtschaft.
Durch die Aufhebung dieser Restriktionen öffnen sich für Syrien erneut Türen zu globalen Märkten, was nicht nur neue wirtschaftliche Chancen für das Land birgt, sondern auch einen Hoffnungsschimmer für dessen wirtschaftliche Erholung darstellt.

