Syrien: Christen in Angst nach Massaker an Alawiten
In Syrien ist eine Welle der Gewalt ausgebrochen, die sich vor allem gegen die alawitische Minderheit richtet

12. März 2025, 09:42 Uhr · Quelle: LifePR
In Syrien sind über 1400 Menschen, vor allem Alawiten, bei Massakern ums Leben gekommen, was bei der christlichen Bevölkerung große Angst auslöst. Die Kirchenleiter fordern ein Ende der Gewalt und die Schaffung von Bedingungen für nationale Versöhnung, während gefälschte Berichte über getötete Christen kursieren.

Kelkheim/Taunus, 12.03.2025 (lifePR) -

Bislang sind mehr als tausend Menschen ums Leben gekommen. Die Christen in der Region sind in großer Angst.

Das berichtet das christliche Hilfswerk Open Doors (Kelkheim/Taunus), das sich für verfolgte und bedrängte Christen einsetzt. Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind bislang mehr als 1400 Menschen ums Leben gekommen, davon 973 Zivilisten durch „Massaker“ an der Westküste, meist Alawiten. Auch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht Hinweise auf einen Völkermord an der alawitischen Minderheit in Syrien und fordert die Bundesregierung zu sofortigem Handeln auf. „Unter dem Vorwand, Anhänger des alten Assad-Regimes zu verhaften, werden von den neuen islamistischen Machthabern in Syrien Razzien durchgeführt, bei denen Angehörige der alawitischen Minderheit gezielt festgenommen und öffentlich hingerichtet werden. Vor allem Frauen und Kinder sind Opfer dieser Hinrichtungen. Das Ziel dieser Angriffe ist die Auslöschung der alawitischen Gemeinschaft“, erklärte der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido am 10. März in Göttingen.

Gefälschte Berichte kursieren

In den sozialen Medien kursierten auch gefälschte Berichte über zahlreiche getötete Christen. Bislang könne Open Doors nur den gewaltsamen Tod eines Vaters und seines Sohnes bestätigen, die bereits am Donnerstag ums Leben kamen. Am Freitag wurde ein weiterer Christ in seinem Haus von einer mutmaßlich verirrten Kugel tödlich getroffen.

All die Gewalt wecke bei vielen Syrern traumatische Erinnerungen an die Herrschaft des „Islamischen Staates“ (IS) und die während dieser Zeit verübten Gräueltaten. „Alle Christen, die ich kenne, wollen jetzt das Land verlassen“, sagt eine Kontaktperson von Open Doors aus der betroffenen Region.

Kirchenleiter veröffentlichen Stellungnahme

Die drei Patriarchen der größten Kirchen in Syrien haben sich am 8. März in einer gemeinsamen Erklärung zu den Gewalttaten geäußert. „In den letzten Tagen hat Syrien eine gefährliche Eskalation von Gewalt, Brutalität und Tötungen erlebt, die zu Angriffen auf unschuldige Zivilisten, einschließlich Frauen und Kinder, geführt haben. Häuser wurden geschändet, ihre Unantastbarkeit missachtet und Eigentum geplündert – Szenen, die das unermessliche Leid des syrischen Volkes deutlich widerspiegeln“, schrieben sie.

„Die christlichen Kirchen verurteilen nachdrücklich jede Handlung, die den zivilen Frieden bedroht, verurteilen die Massaker an unschuldigen Zivilisten und fordern ein sofortiges Ende dieser schrecklichen Taten.“

Die Kirchenleiter forderten „die Schaffung von Bedingungen, die der nationalen Versöhnung des syrischen Volkes förderlich sind“. Sie fordern einen „Staat, der alle seine Bürger respektiert“, basierend auf „gleicher Bürgerschaft und echter Partnerschaft, frei von der Logik der Rache und Ausgrenzung“.

Die Erklärung wurde vom griechisch-orthodoxen Patriarchen Johannes X., Mor Ignatius Aphrem II., Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche, und Patriarch Youssef Absi von der melkitischen griechisch-katholischen Kirche unterzeichnet. Das Hilfswerk Open Doors ruft zum Gebet für die Menschen in Syrien und für ein Ende der Gewalt auf.

Auf demWeltverfolgungsindex 2025von Open Doors stehtSyrienan 18. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Siehe auch dieAPD-Meldung über den Weltverfolgungsindex 2025.

Über Open Doors

Die internationale christliche Hilfsorganisation „Open Doors“ setzt sich in über 70 Ländern durch Hilfsprojekte für verfolgte Christen ein und untersucht jedes Jahr das Ausmaß an Gewalt, staatlicher Unterdrückung sowie gesellschaftlicher und behördlicher Feindseligkeit gegenüber Christen in rund 100 Ländern. Die Daten dafür liefern betroffene kirchliche Netzwerke, regionale Menschenrechtsanwälte, Analysten sowie Experten von „Open Doors“ International. Jährlich veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Derzeit sind weltweit mehr als 380 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Projekte von Open Doors umfassen Hilfe zur Selbsthilfe, Ausbildung von christlichen Leitern, Engagement für Gefangene, Nothilfe und Trauma-Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christlicher Literatur sowie die Unterstützung von Familien ermordeter Christen. Das Hilfswerk informiert in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.

Familie & Kind
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