Synopsys: Ein stürmischer Herbst für den Chiphersteller
Synopsys, der bekannte Anbieter von Software für das Halbleiterdesign, erlebte am Mittwoch einen drastischen Rückgang seines Aktienkurses, nachdem die Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten enttäuschten und die Jahresprognose gesenkt wurde. Hintergrund ist eine schwächelnde Nachfrage nach dem Design-Intellectual-Property-Angebot des Unternehmens.
Die Aktien des Unternehmens fielen im aktuellen Handel um etwa 35 Prozent, was Synopsys in diesem Jahr in die Verlustzone schickte.
Für das dritte Geschäftsquartal meldete das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,39 US-Dollar, deutlich unter den Durchschnittsschätzungen der von Visible Alpha befragten Analysten. Zwar stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 1,74 Milliarden US-Dollar, doch blieb auch dieser Wert hinter den Prognosen zurück.
Besonders die Umsätze im Bereich des Designs von geistigem Eigentum fielen um 8 Prozent auf 427,6 Millionen US-Dollar und machten damit nur noch 24,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus, verglichen mit 30,4 Prozent zuvor. Im Gegensatz dazu legten die Einnahmen aus der Designautomatisierung um 23 Prozent auf 1,31 Milliarden US-Dollar zu.
CEO Sassine Ghazi bezeichnete das Quartal als „transformativ“ und verwies auf ein „herausforderndes geopolitisches Umfeld.” CFO Shelagh Glaser kündigte für das vierte Quartal einen konservativeren Ansatz an.
Das Unternehmen prognostiziert nun für das laufende Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,76 und 2,80 US-Dollar, was unter den Analystenerwartungen liegt. Für das Gesamtjahr sieht Synopsys den Gewinn zwischen 12,76 und 12,80 US-Dollar, deutlich nach unten korrigiert im Vergleich zur vorherigen Prognose von 15,11 bis 15,19 US-Dollar.

