Synopsys-Aktie unter Druck: Sino-amerikanische Spannungen belasten Umsätze
Die Aktie von Synopsys fiel am Mittwoch dramatisch um fast 35% und machte damit die Gewinne des Chipherstellers für das Jahr 2025 zunichte. Grund dafür sind die anhaltenden Handelskonflikte zwischen den USA und China, die die Quartalsergebnisse des Unternehmens negativ beeinflussten und Investoren über die Zukunft des Geschäfts in China spekulieren lassen. In den letzten Jahren haben aufeinanderfolgende US-Regierungen versucht, Peking den Zugang zu amerikanischer Chiptechnologie zu verwehren, was den Einfluss von Unternehmen wie Synopsys in diesem wichtigen Halbleitermarkt erheblich einschränkt.
Trotz dieser Herausforderungen berichtete das Unternehmen über einen Quartalsumsatz von 1,74 Milliarden US-Dollar für den dritten Quartal, das am 31. Juli endete. Dies verfehlte die Erwartungen der Analysten nach LSEG-Daten, hauptsächlich aufgrund von Schwächen im IP-Geschäftsbereich. CEO Sassine Ghazi erklärte am Dienstag, dass Exportbeschränkungen für das Geschäft in China und Herausforderungen bei einem wichtigen Foundry-Kunden die Umsätze belasteten.
Über einen Monat war das Unternehmen von US-Ausfuhrbeschränkungen für Chipherstellungssoftware nach China betroffen, was den Zugang zu einem Markt erheblich einschränkte, der über 10% der Erlöse für große Marktteilnehmer generiert. Obwohl die Beschränkungen Ende Mai verhängt und im Juli aufgehoben wurden, bleibt die Unsicherheit durch Zölle bestehen.
Ghazi vermied es, den betroffenen Foundry-Kunden namentlich zu nennen, doch bekannt ist, dass Intel, ein langjähriger Kunde von Synopsys, seine Chipfertigungsambitionen stark zurückgefahren und mehrere Foundry-Projekte verlangsamt oder gestrichen hat. Auch die Aktien des Mitbewerbers Cadence Design Systems verloren fast 7% an Wert.

