Symrise unter Druck: Anpassung des Ausblicks und schwache Quartalszahlen belasten Aktienkurs
Die Aktien von Symrise gerieten am Dienstag stark unter Druck, nachdem das Unternehmen seine Prognose gesenkt hatte. Der Kurs fiel am frühen Handelstag um fast 4 Prozent auf rund 77 Euro und gehörte damit im leicht abgeschwächten DAX zu den größten Verlierern. Analyst Chris Counihan von Jefferies hatte bereits im Vorfeld des Börsenbeginns gewarnt, dass er aufgrund der schwächer als erwarteten Quartalszahlen mit einem Rückgang der Aktien rechne.
Er hält an seiner Bewertung 'Underperform' fest. Bereits am Montag war die Erholungsbewegung der Aktien, die Ende September begann, ins Stocken geraten, und sie näherten sich der 50-Tage-Linie des mittelfristigen Trends. Die Unterschreitung dieser sowie der 21-Tage-Linie für die kurzfristige Entwicklung trübt das technische Chartbild weiter ein.
Nach den starken Kursgewinnen seit Ende September wiegt die Prognosesenkung schwer, wie Alex Sloane von Barclays anmerkte. Symrise sieht das Wachstum im laufenden Jahr weiterhin vorsichtig und weist auf die Zurückhaltung der Verbraucher hin, wie Konzernchef Jean-Yves Parisot erklärte. Die aktuelle mittlere Analystenschätzung setzt das organische Umsatzwachstum bis 2025 am oberen Ende der nun angepassten Unternehmensziele an. Laut Oliver Schwarz von Warburg Research struggle Symrise, im Gegensatz zum Konkurrenten Givaudan, sich im schwierigen Marktumfeld zu behaupten. Thomas Schulte-Vorwick vom Bankhaus Metzler deutet eine Besserung für das vierte Quartal an, die jedoch hauptsächlich auf eine tiefere Vergleichsbasis zurückzuführen sei.

