Superdry vor potenzieller Insolvenz: Restrukturierungsplan als Rettungsanker
In einer mit Spannung erwarteten Ankündigung warnte der britische Modehändler Superdry vor einer möglichen Insolvenz, falls es nicht gelingt, einen umfassenden Restrukturierungsplan in die Wege zu leiten und sich gleichzeitig vom Londoner Aktienmarkt zurückzuziehen.
Um das Unternehmen vor dem Untergang zu bewahren und neues Kapital zu mobilisieren, strebt Superdry eine Reduzierung der Mietkosten für 39 seiner rund 100 britischen Läden an. Zur Stabilisierung seiner finanziellen Lage plant der Einzelhändler zudem, bis zu 10 Millionen Pfund aufzubringen, wobei Mitbegründer und CEO Julian Dunkerton bereits seine Unterstützung mit der vollständigen Summe zugesichert hat. Obwohl Dunkerton, der einen Anteil von 26 Prozent am Unternehmen hält, kürzlich ein Übernahmeangebot für die gesamte Gruppe ausschloss, zeigt er sich in dieser kritischen Phase als zugkräftige Stütze.
Das Management von Superdry verkündete am Dienstag, dass der beste Weg für tiefgreifende Veränderungen abseits der öffentlichen Kapitalmärkte sei, die mit erhöhter Aufmerksamkeit einhergehen. Eine Investorenversammlung ist bereits geplant, um den Restrukturierungsplan zu genehmigen.
"Wird der Restrukturierungsplan nicht wirksam, so ist die Verwaltung des Unternehmens und gegebenenfalls auch anderer Gesellschaften der Gruppe unvermeidlich", fügte Superdry hinzu, betonte aber auch die Unterstützung der Hauptkreditgeber Hilco und Bantry Bay für den Sanierungsplan.
Dunkerton bezeichnete die momentane Lage als "entscheidenden Moment in der Geschichte von Superdry" und fügte hinzu, dass der Kern der Vorschläge darauf abziele, das Unternehmen auf solide Beine zu stellen, um eine langfristige Zukunft nach einer Zeit beispielloser Herausforderungen zu sichern.
"Meine Leidenschaft für diese großartige britische Marke ist heute genauso stark wie damals, als ich das Unternehmen gegründet habe", betonte er. (eulerpool-AFX)

