Süße Bilanz trotz bitterer Zutaten: Deutsche Süßwarenindustrie trotzt Herausforderungen
Die deutsche Süßwaren- und Knabberzeug-Branche meldet für das vergangene Jahr ein interessantes, wenn auch herausforderndes Gesamtbild. Während die Produktionsmenge um geschätzte 2,7 Prozent auf 4,2 Millionen Tonnen sank, kletterte der Produktwert um 5,3 Prozent auf stattliche 17,4 Milliarden Euro. Ein Widerspruch, der die Preisdynamik des Marktes veranschaulicht.
Trotz eines leichten Rückgangs des Exportvolumens um 0,6 Prozent auf 2,5 Millionen Tonnen verzeichnete der Exportumsatz einen beeindruckenden Anstieg um 16,7 Prozent auf beachtliche 14,3 Milliarden Euro. Eine Entwicklung, die die Leistungsfähigkeit der deutschen Süßwarenhersteller trotz globaler Widrigkeiten belegt.
Vor dem Hintergrund der Internationalen Süßwaren-Messe (ISM), die vom 2. bis 5. Februar in Köln stattfinden wird, reflektiert der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) ein Jahr der Herausforderungen. Die rund 200 Unternehmen der Branche mussten sich mit erheblichen Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Personal sowie einer verstärkten bürokratischen Belastung auseinandersetzen.
Die Branche blickt auch für 2025 mit Skepsis auf die Preisentwicklungen, insbesondere bei Kakao und Zucker. Vor diesem Hintergrund fordert der BDSI von der neuen Bundesregierung verstärkte Anstrengungen zur Senkung der Energiepreise und zum Bürokratieabbau.
In der Zwischenzeit sichern mehr als 60.000 Beschäftigte den Fortbestand der vielseitigen und innovativen Süßwarenunternehmen, die im BDSI organisiert sind.

