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Studie deckt zweifelhafte medizinische Leistungen auf: Millionenverluste im Gesundheitssystem

13. März 2025, 08:09 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Eine Studie der TU Berlin zeigt, dass unnötige medizinische Leistungen in Deutschland jährlich Millionenverluste im Gesundheitssystem verursachen, mit Kosten von 10 bis 15 Millionen Euro. Dazu zählen beispielsweise Antibiotikaverschreibungen und überflüssige Röntgenuntersuchungen, während eine umfassende Bewertung der medizinischen Notwendigkeit häufig erschwert wird.

Eine neue Studie beleuchtet den Einsatz medizinischer Leistungen mit fragwürdigem Nutzen, die in deutschen Praxen jährlich in erheblicher Zahl verordnet werden. Forschende der Technischen Universität Berlin und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung haben sich mit Daten der Techniker Krankenkasse (TK) auseinandergesetzt und dabei signifikante Einsparmöglichkeiten für das Gesundheitssystem aufgezeigt.

Die Wissenschaftler analysierten 24 unterschiedliche medizinische Leistungen, die von Fachgesellschaften als unangebracht bewertet werden. Ihre Untersuchung umfasste 10,6 Millionen Fälle jährlich zwischen 2019 und 2021, in denen diese fraglichen Leistungen infrage kamen. Abhängig von der Definition wurden hierbei 4 bis 10,4 Prozent der Fälle als von geringem medizinischem Wert kategorisiert. Insgesamt erhielten in diesem Zeitraum 1,6 Millionen Patienten mindestens eine solche unnötige Leistung.

Besonders im Fokus stehen Beispiele wie die Antibiotikaverschreibung bei unkomplizierten Atemwegsinfektionen, Röntgenuntersuchungen bei Rückenschmerzen sowie überflüssige Schilddrüsenanalysen. Die dadurch entstehenden jährlichen Kosten im ambulanten Bereich der TK belaufen sich auf geschätzte 10 bis 15 Millionen Euro, was angesichts der über 7 Milliarden Euro, die die TK 2023 für ärztliche Behandlungen ausgab, eine erhebliche Summe darstellt.

Die Gründe für die Durchführung solcher Leistungen sind vielfältig: Finanzielle Anreize, Zeitdruck sowie ein sich langsam wandelndes medizinisches Wissen tragen laut Verena Vogt, Studienleiterin, dazu bei. Zudem spielt der Patientenwille eine bedeutende Rolle, insbesondere in einer gesundheitspolitisch flexiblen Umgebung wie in Deutschland.

Eine umfassende Bewertung der medizinischen Notwendigkeit erschweren jedoch die fehlenden tieferen Einblicke in elektronische Patientenakten. Dominik von Stillfried, Vorstand des ZI, betont die Komplexität solcher Entscheidungen und verweist auf mögliche medizinische Rechtfertigungen im individuellen Kontext. Schließlich führt nicht jede medizinische Maßnahme zu einer höheren Lebensqualität, wie Vogt abschließend erklärt. Trotz erheblicher Gesundheitsausgaben bleibt die Lebenserwartung in Deutschland hinter den Erwartungen zurück.

Pharma
[Eulerpool News] · 13.03.2025 · 08:09 Uhr
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