Stromausfall im Eurotunnel: Reisechaos zwischen Großbritannien und Europa
Die Silvesterpläne zahlreicher Reisender zwischen dem Vereinigten Königreich und dem europäischen Festland wurden heute abrupt durchkreuzt. Aufgrund eines Stromausfalls im Eurotunnel kam der gesamte Zugverkehr zum Erliegen. Ein liegengebliebener Autozug verursachte die vollständige Sperrung des Tunnels, wie der Betreiber Eurostar in einer offiziellen Mitteilung bekanntgab. Alle Verbindungen wurden ausgesetzt, wodurch viele Reisende ihre Pläne kurzfristig ändern mussten.
Es gibt jedoch Licht am Ende des Tunnels: Eurostar und der Autozug-Betreiber Le Shuttle kündigten an, den Betrieb schrittweise wieder aufzunehmen. Allerdings besteht das Problem mit der störanfälligen Oberleitung weiterhin, weshalb Fahrgäste ihre Reisen möglichst verschieben sollten. Kulanz zeigte Eurostar, indem betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen, Gutscheine oder Erstattungen angeboten wurden. Trotz alldem war der Andrang auf alternative Flugtickets laut BBC enorm.
Der historische Eurotunnel, der 1994 die britische Insel erstmals direkt mit dem Kontinent verband, erstreckt sich über etwa 50 Kilometer und wird als technisches Meisterwerk gefeiert. Eurostar betreibt Personenzüge und plant, das Streckennetz in naher Zukunft um Direktverbindungen nach Frankfurt und Genf zu erweitern. Hierfür sind die neuen, von Alstom gefertigten Doppeldecker-Züge vorgesehen, die ab 2031 in Betrieb gehen sollen. Am Bahnhof St. Pancras in London sowie am Gare du Nord in Paris dominierte heute jedoch das Bild gestrandeter Reisender.

