Ströer startet mit moderatem Umsatzplus – Aktie unter Druck
Deutschlands führender Werbevermarkter Ströer hat das Jahr mit einem leichten Umsatzwachstum begonnen. Trotz eines Anstiegs im operativen Ergebnis entsprach dieser nicht vollständig den Erwartungen der Analysten. Dies führte dazu, dass sich die Aktie im frühen Handel um bis zu viereinhalb Prozent nach unten bewegte und am Ende der Handelsrunde im MDax verharrte.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um etwa fünf Prozent auf 475 Millionen Euro. Ein wesentlicher Wachstumsmotor blieb das Kerngeschäft der Außenwerbung, das mit einem Umsatzplus von 15 Prozent auf 210 Millionen Euro glänzte. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Mediensparte, zu der auch das Onlineportal T-Online zählt, nur einen leichten Anstieg. Die Entwicklung im Datensegment, das unter anderem die Plattform Statista umfasst, zeigte sogar eine rückläufige Tendenz.
Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA kletterte konzernweit um acht Prozent und erreichte mit 117 Millionen Euro einen Höchststand. Trotz dieser Rekordwerte an Umsatz und operativem Ergebnis blieb die Ströer-Aktie am Markt unter Druck. Der Kursrückgang führte die Aktie auf etwa 50 Euro und näherte sich damit dem Mehrmonatstief vom April. Insgesamt verlor die Aktie in den letzten zwölf Monaten rund ein Fünftel an Wert, was den Börsenwert bei etwa 2,8 Milliarden Euro belässt.

