Strenge Verurteilungen in Südchina: Schmuggel von Antimon aufgedeckt
Ein Gericht in Shenzhen hat in einem aufsehenerregenden Fall gegen 27 Personen Haftstrafen verhängt, die sich durch den illegalen Schmuggel von Antimon, einem strategisch bedeutenden Halbmetall, in den Fokus der internationalen Handelswelt rückten. Die Urteile betrafen unter anderem einen Mann, der als Hauptverantwortlicher identifiziert wurde und nunmehr 12 Jahre abzusitzen hat sowie mit einer Geldstrafe von einer Million Yuan konfrontiert ist – eine Summe, die fast 121.100 Euro entspricht. Für die übrigen Angeklagten wurde eine Freiheitsstrafe von vier Monaten bis zu fünf Jahren verhängt.
Laut des Gerichts hatten die Verurteilten zwischen Februar und März dieses Jahres im geheimen Zusammenspiel mit namentlich nicht genannten ausländischen Schmugglerbanden insgesamt 166 Tonnen des Halbmetalls außer Landes geschafft. Von dieser Menge wurden 96 Tonnen durch den Zoll beschlagnahmt. Dieses Vorgehen verstieß gegen Chinas strikte Exportkontrollauflagen, die insbesondere solche Güter umfassen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Peking hatte Antimon im vergangenen September auf die Exportkontrollliste gesetzt, was den Marktpreis für das Metall seither beinahe verdoppelt hat.
Antimon ist ein unverzichtbarer Rohstoff im Bereich der Rüstungsproduktion, insbesondere bei der Munitionsherstellung sowie in der Industrie, wo es für Batterien und als Flammschutzmittel in Fahrzeugen und Flugzeugen gefragt ist. Als führender Produzent steht China im globalen Fokus, zumal es darüber hinaus den Export weiterer essenzieller Mineralien wie Graphit und verschiedenen seltenen Erden beschränkt hat – eine Maßnahme, die in laufenden Handelskonflikten mit westlichen Staaten große Wellen schlägt.

